Winterwetter und Infekte lassen Blutspenden einbrechen
Wegen Schnee, Glätte und Infekten sinkt die Zahl der Blutspenden in Sachsen, Berlin und Brandenburg deutlich. Warum der Engpass besonders kritisch ist.
Winterwetter und Infekte lassen Blutspenden in Sachsen und Berlin/Brandenburg einbrechen. (Symbolbild)Robert Michael/dpa
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Das Winterwetter und die Infektionswelle haben zu einem erheblichen Einbruch bei den Blutspenden in Sachsen sowie in Berlin und Brandenburg geführt. „Die Situation spitzt sich zu, die Versorgungslage ist auf sehr niedrigem Niveau“, sagte Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage. Besonders die Konserven aus Blutplättchen sind demnach nur etwa vier Tage haltbar und müssten durchgehend aufgefüllt werden.
Sie appellierte an alle gesunde Menschen, jetzt Blut zu spenden. „Nun ist ein perfekter Zeitpunkt für Erstspender, sich an der lebensrettenden und solidarischen Aktion zu beteiligen“, betonte Schweiger.
Termine fallen wegen Glätte aus und weniger Spender
Die winterlichen Verhältnisse mit Schnee und Glätte hätten vielerorts zu Absagen der Blutspendetermine gesorgt. „Und dort, wo sie stattfanden, kamen wegen der glatten Wege deutlich weniger Menschen“, erläuterte Schweiger.
Zudem sorgt die hohe Infektionswelle für weniger Spenden. Menschen, die krank sind, dürfen nicht Blut spenden. Und wer Antibiotika genommen hat, muss ohnehin vier Wochen aussetzen.