West-Nil-Fieber: Konsequenter Mückenschutz ist wichtig
Einige klassische südeuropäische Urlaubsländer haben Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet - und auch Deutschland ist betroffen. Was die Symptome sind und wie man sich schützen kann.
Auch in Deutschland kann das West-Nil-Fieber durch Mücken übertragen werden.Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn
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West-Nil-Fieber ist nicht mehr nur Thema in den Tropen, das zeigen laut dem CRM Centrum für Reisemedizin aktuelle Fälle. Übertragen wird die Viruskrankheit vor allem durch die auch in Deutschland verbreiteten Culex-Mücken. Die meisten Menschen merken allerdings nichts von der Infektion oder sie verläuft mild.
Jeder Fünfte hat Symptome
Doch ungefähr jede fünfte Person hat Symptome. Das können Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen sein, Abgeschlagenheit oder Hautausschlag. Etwa jede hundertste infizierte Person erkrankt sogar schwer, zum Beispiel an Meningitis oder Enzephalitis. Das betrifft vor allem Ältere und Immungeschwächte.
Wer nach Mückenstichen vor allem aus betroffenen Gebieten Fieber, Hautausschlag oder neurologische Beschwerden bekommt, sollte damit zu Arzt oder Ärztin gehen. Stellen die etwa per Blutuntersuchung eine akute Infektion fest, müssen sie diese melden. Behandelt werden können jedoch nur die Symptome. Laut dem CRM gibt es bisher keine spezifische antivirale Therapie oder zugelassene Impfung für Menschen.
Strikt vor Mückenstichen schützen
Am sichersten vor dem Virus ist man mit einem konsequenten Mückenschutz. Das heißt konkret: lange und helle Kleidung tragen, Repellents auftragen und Insektenschutzgitter oder Moskitonetze benutzen sowie sich abends und nachts in geschlossenen Räumen aufhalten. Weil stehendes Wasser ein beliebter Mückenbrutplatz ist, sollte man es aus dem Wohnumfeld möglichst entfernen.
Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin rät gerade auch Personen mit einer akuten Infektion, Mückenstiche möglichst zu vermeiden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
In Europa wurden seit Beginn der Saison in sieben europäischen Ländern etliche Infektionen mit dem West-Nil-Virus registriert. Besonders betroffen ist Italien mit knapp 100 Fällen, auch Griechenland, Spanien, Nordmazedonien, Rumänien und Frankreich meldeten Infektionen, die vor Ort entstanden. Der aktuelle deutsche Fall trat in Rheinland-Pfalz auf.