Panorama

Vor der Heizsaison: So dämmen sie Ihre Kellerdecke selbst

Bald wieder kalte Füße im Erdgeschoss? Das muss nicht sein. Wer seine Kellerdecke jetzt dämmt, kann dem vorbeugen - und Heizkosten sparen. Wie man am besten vorgeht.

Von dpa

14.09.2026

Kellerdecke dämmen, Heizkosten senken: Wer handwerkliches Geschick besitzt, kann die Dämmung der Kellerdecke selbst anbringen.Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Kellerdecke dämmen, Heizkosten senken: Wer handwerkliches Geschick besitzt, kann die Dämmung der Kellerdecke selbst anbringen.Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Die Heizsaison steht vor der Tür: Zeit also für letzte Anpassungen. Denn wer etwa jetzt noch fix die Decke der unbeheizten Kellerräume dämmt, kann sparen - laut dem Informationsprogramm Zukunft Altbau bis zu zehn Prozent Heizkosten jährlich. 

Und die Dämmung sorgt dafür, dass der Fußboden im Erdgeschoss während der Heizperiode weniger kalt ist. 

Das Gute: Ist man handwerklich ein wenig geschickt, lässt sich so eine Dämmung selbst anbringen. Es fallen dann nur die Materialkosten an. Verwenden kann man für die Dämmung Zukunft Altbau zufolge etwa Hartschaumplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Stein- und Mineralwollematten oder -platten und Naturdämmstoffe wie Holzweichfaser- oder Zelluloseplatten. 

Wichtig bei der Auswahl: Der Dämmwert, den das Bauteil schließlich erreicht - der sogenannte U-Wert -, sollte am besten bei unter 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin liegen. Bei Polyurethan ist dafür Zukunft Altbau zufolge eine Dicke von rund zehn Zentimetern erforderlich, bei Holzweichfaser sind es demnach 18 Zentimeter. „Bei den meisten Dämmmaterialien reichen rund 14 Zentimeter, um die gewünschte Dämmung zu erreichen“, so Frank Hettler von Zukunft Altbau

Welches Dämmmaterial für Ihren Keller infrage kommt, hängt also auch von der Deckenhöhe ab. Auch nach der Dämmung sollte schließlich noch ausreichend Platz für den Kopf und der Kellerraum mindestens zwei Meter hoch sein. Je nach Keller können manche dickeren Dämmstoffe deshalb als Option rausfallen. Am besten lassen Sie sich dazu gezielt beim Händler beraten.

Beim Dämmen können Sie dann so vorgehen:

1. Keller vorbereiten

Weg mit Spinnweben, Staub und losem Putz: Machen Sie die Kellerdecke einmal gründlich sauber, bevor Sie loslegen. Und: Bevor es an die eigentliche Dämmung der Kellerdecke geht, sollten Sie schlecht oder gar nicht gedämmte Heizleitungen an der Kellerdecke außerdem dick in Dämmschalen oder -schläuche einpacken. Die gibt es etwa im Baumarkt. 

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online empfiehlt auf ihrer Webseite für lange, gerade Leitungen Dämmschläuche oder -schalen aus Polyethylen (PE). Bei vielen Bögen kann demnach flexibler Kautschuk die bessere Wahl sein.

Wichtig: Schalten Sie die Heizungsanlage aus, bevor Sie mit der Arbeit beginnen: Heiße Rohre können co2online zufolge Dämmschläuche verformen.

2. Dämmung befestigen

Jetzt können Sie sich ans Dämmen der Kellerdecke machen. Bei glatten Decken kleben Sie die Dämmung einfach unter die Kellerdecke. Auch Schienensysteme können Zukunft Altbau zufolge infrage kommen. Was davon jeweils Sinn macht, erfahren Sie etwa aus den Herstellerangaben Ihres gewählten Materials oder Sie fragen im Fachhandel nach.

Ob zusätzlich gedübelt werden muss, hängt Zukunft Altbau zufolge dann von der Dicke der Dämmplatte ab: Je dicker diese ist und je schlechter haftend Ihre Decke, desto eher müssen die Platten mit Dübeln befestigt werden.

Gut zu wissen: Bei Balkendecken oder gewölbten Decken ist den Verbraucherzentralen zufolge in der Regel eine Unterkonstruktion nötig. Dabei wird der Hohlraum zwischen Decke und Konstruktion mit Dämmstoff verfüllt. Nicht vergessen: Dokumentieren Sie vorab die Lage von Rohren, die möglicherweise von der Dämmschicht verborgen werden.

Sind die Dämmplatten an der Kellerdecke befestigt, kann man sie anschließend noch verputzen, streichen oder mit einer Gipskartonplatte versehen.

3. Schmale Dämmung für die Kellerwände

Am besten verhindern Sie auch gleich noch, dass die kalten Kellerwände den beheizten Bereich darüber auskühlen oder es zu Wärmebrücken kommt - und zwar indem Sie die oberen 50 Zentimeter der Kellerwände ebenfalls dämmen.

Für die Wanddämmung reicht Zukunft Altbau zufolge eine Dämmstärke von mindestens vier Zentimetern und eine Plattenbreite von etwa 50 Zentimetern. Sinnvoll den Verbraucherzentralen zufolge: Auch die Wände des Kellerabgangs auf der kalten Seite dämmen - und die Unterseite der Treppe.

Übrigens: In beheizten Kellern oder Kellern, die bewohnt sind, macht das Dämmen der Kellerdecke Zukunft Altbau zufolge keinen Sinn. Hier kann man eher über das Dämmen des Kellerbodens und der Kelleraußenwand von innen nachdenken. Eine Einschätzung dazu überlässt man demnach aber besser Profis.

Das könnte Sie auch interessieren