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Vergiftungsgefahr: Worauf es beim Bärlauchsammeln ankommt

Verwechslungsgefahr im Frühling: Wer Bärlauch sammelt, riskiert schwere Vergiftungen. Woran man echte Blätter erkennt – und warum selbst der Geruchstest tückisch sein kann.

Von dpa

11.03.2026

Sicher ist sicher: Wer unsicher ist, sollte auf Bärlauch aus kontrolliertem Anbau zurückgreifen, um das Risiko einer Verwechslung und damit einer Vergiftung zu vermeiden.Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Sicher ist sicher: Wer unsicher ist, sollte auf Bärlauch aus kontrolliertem Anbau zurückgreifen, um das Risiko einer Verwechslung und damit einer Vergiftung zu vermeiden.Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

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Der Bärlauch sprießt in Wäldern, Auen, Parks und Gärten. Seine zarten Blätter werden gern als Zutat für Kräuterquark, Suppen, Saucen oder Salate verwendet. Wer auf Sammeltour für den Waldknoblauch gehen will, sollte wie bei der Pilzsuche vorgehen und die Unterschiede zu seinen giftigen Doppelgängern genau kennen.dpa-infografik GmbH

Denn Verwechslungen beim Bärlauchsammeln führen immer wieder zu Vergiftungen, die teilweise tödlich enden, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die jungen sattgrüne, lanzettförmige Blätter ähneln denen des giftigen Maiglöckchens und der sehr giftigen Herbstzeitlosen. Langjährige Dokumentationen würden zeigen, dass sich insbesondere im April und Mai häufen sich die Vergiftungsfälle in ganz Europa, vor allem in Österreich, der Schweiz und Kroatien, aber auch in Deutschland.

Auf den Geruch beim Reiben der Blätter kommt es an 

Um Bärlauch zu erkennen, genügt es in der Regel, ein Blattstück zwischen den Fingern zu zerreiben, so das BfR. Zeigt sich dabei nicht der für Bärlauch typische Knoblauchgeruch, sollte man das Kraut lieber liegen lassen und sich sofort gründlich die Hände waschen. Doch auch dieser Test ist nicht ohne Risiko: Wenn noch der Lauchgeruch einer vorangegangenen Probe an den Händen haftet, kann dies zu einem falschen Ergebnis führen.

Einzelner Stängel statt mehrere umrollte Blätter

Pflanzenexperten und Bestimmungsbücher nennen weitere Unterscheidungsmerkmale: Während sich bei Herbstzeitlosen und Maiglöckchen mehrere Blätter umeinander rollen, sieht man bei Bärlauch-Blättern deutlich einen einzelnen Stiel. 

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen: Bärlauchblätter ähneln stark denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen – beide sind hochgiftig und können bei Verzehr schwere Vergiftungen verursachen.dpa-infografik/dpa-tmn

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen: Bärlauchblätter ähneln stark denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen – beide sind hochgiftig und können bei Verzehr schwere Vergiftungen verursachen.dpa-infografik/dpa-tmn

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Nur eine Seite der Blätter ist glänzend

Zudem glänzt bei Bärlauch-Blättern nur die Oberseite des Blattes, die Unterseite ist matt. Bei Maiglöckchen ist es genau umgekehrt. Die Blätter der Herbstzeitlosen werden zudem auch noch viel länger, erreichen bis zu 40 Zentimeter. Sie gedeihen allerdings gerne an ähnlichen Plätzen wie Bärlauch.

Alternative: Bärlauch aus kontrolliertem Anbau kaufen

Das BfR rät Sammlern im Zweifelsfall auf den Verzehr zu verzichten - und stattdessen auf Bärlauch aus kontrolliertem Anbau zu setzen. Der wird von immer mehr Lebensmittelmärkten angeboten. Auch der Kauf von Pflanzen im Fachhandel oder der Selbstanbau auf der Fensterbank oder im Garten sei möglich.

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