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Schweighöfer: Social-Media-Verbot für Kinder „interessant“

Ein Mindestalter für soziale Netzwerke? Schauspieler Matthias Schweighöfer sieht darin neben Chancen auch Herausforderungen – und verrät, wie er selbst mit seinem Handy-Konsum umgeht.

Von dpa

19.03.2026

„Ich habe auf meinem Telefon keine Apps mehr, die mich ablenken“, sagt Schauspieler Matthias Schweighöfer. (Archivbild)Georg Wendt/dpa

„Ich habe auf meinem Telefon keine Apps mehr, die mich ablenken“, sagt Schauspieler Matthias Schweighöfer. (Archivbild)Georg Wendt/dpa

© Georg Wendt/dpa

Schauspieler Matthias Schweighöfer begrüßt die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder in Deutschland. „Für Kinder finde ich das interessant“, sagte der 45-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Anders sei es jedoch für ältere Jugendliche. „Für die Generation, die Covid miterlebt hat, finde ich das schwierig.“ 

Die Corona-Zeit habe starken Einfluss auf das Medienverhalten der jungen Menschen gehabt, sagte Schweighöfer. „Seitdem das passiert ist, waren die Kinder damals in dieser digitalen Welt.“ Wie solle man ihnen das wieder nehmen, fragte er. „Weil du kannst ja auch nicht jemandem sagen: „Ey, du kriegst jetzt ein Spielzeug – und jetzt nehme ich es dir einfach wieder weg““. Die Zeit der Pandemie sei eine extreme Zeit für die Kinder gewesen. Trotzdem müsse man über Maßnahmen wie Kindersicherung nachdenken, betonte er. 

Australien hatte im Dezember ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Auch in Deutschland wird derzeit viel darüber diskutiert. Die CDU befürwortete im Februar ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien wie TikTok und Instagram. Auch die SPD hat sich für feste Altersgrenzen ausgesprochen und dafür ein abgestuftes Modell vorgelegt. 

Schweighöfer: Keine Apps auf dem Handy, die ablenken

Die Welt sei gerade sehr im Wandel. „Es ist einfach eine wirklich unsichere Zeit“, sagte der 45-Jährige. „Ich habe mich auch gefragt, wie kriegt man da so ein bisschen Leichtigkeit in die Welt, weil du kannst dich natürlich aufrauchen mit so vielen News jeden Tag.“ 

Für sich selbst habe er Konsequenzen gezogen. „Ich habe alles runtergerechnet. Also wirklich maximal am Tag zehn Minuten auf etwas gucken, wo man mit Nachrichten influenced wird – weil das ist ja eine Never-Ending-Story“, erzählte er. „Ich habe auf meinem Telefon keine Apps mehr, die mich ablenken. Und das ist irgendwie ganz gut.“ 

Serie mit „The Big Bang Theory“-Star

Dadurch bekomme er auch viel weniger mit. Und auch wenn seine Kinder mal sagen würden „Papa, du bist jetzt nicht so up to date“, finde er das ganz schön. „Es gibt so ein bisschen mehr Freiheit fürs Jetzt.“ So nutze er etwa Instagram über die Desktop-Variante, statt als App auf dem Smartphone.

Schweighöfer ist zurzeit in der ARD-Mediathek in der Serie „Vanished“ an der Seite von Kaley Cuoco („The Big Bang Theory“) zu sehen. In der vierteiligen Miniserie nimmt ein romantischer Kurztrip in Frankreich plötzlich eine düstere Wendung. Im linearen TV wird sie am 21. März und am 23. März ausgestrahlt.

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