Panorama

Remscheider Waffenfund: Hauptangeklagter will gestehen

Geheime Waffenkammern, mehr als 300 Schusswaffen und fast 100.000 Schuss Munition: Der Prozess um einen der größten Kriegswaffenfunde in Deutschland nähert sich dem Ende.

Von dpa

30.09.2026

Das geheime Waffenarsenal lag hinter einer Art privatem Waffenmuseum mit Geheimtüren, versteckten Räumen und verborgenen Schließmechanismen. (Archivbild)--/Polizei Wuppertal/dpa

Das geheime Waffenarsenal lag hinter einer Art privatem Waffenmuseum mit Geheimtüren, versteckten Räumen und verborgenen Schließmechanismen. (Archivbild)--/Polizei Wuppertal/dpa

© --/Polizei Wuppertal/dpa

Im Prozess um das enorme Remscheider Waffenarsenal hat der Hauptangeklagte überraschend einem Deal zugestimmt. Das Wuppertaler Landgericht stellte ihm bei einem Geständnis sechs bis sieben Jahre Haft in Aussicht. Damit dürfte der Prozess bald enden. Unter der Auto-Werkstatt des 60-Jährigen waren vor einem Jahr vier versteckte Waffenkammern gefunden worden, gefüllt mit Kriegswaffen wie Maschinenpistolen. 

Voraussetzung für die Verständigung ist, dass der 60-Jährige am nächsten Verhandlungstag, also am 12. Oktober, ein umfassendes Geständnis ablegt. Dann dürfte am 30. Oktober das Urteil verkündet werden. 

Zwei Mitangeklagte bereits verurteilt

Zuvor waren zwei geständige Mitangeklagte als Kriegswaffenhändler zu zweieinhalb und dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. In dem Prozess geht es laut Staatsanwaltschaft um einen der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland.

Die beiden Mitangeklagten hatten bereits gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben. Der Hauptangeklagte, ein 60 Jahre alter Kfz-Meister, hatte sich auf das erste Angebot des Gerichts, bei einem Geständnis maximal acht Jahre Haft gegen ihn zu verhängen, nicht eingelassen. 

Waffen hinter Geheimtüren versteckt

Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober vergangenen Jahres bundesweit für Furore gesorgt. Es gab in dem Gebäude Geheimtüren, hinter Zwischenwänden versteckte Räume, verborgene Schließmechanismen und sogar Munition im Hohlraum eines Türrahmens.

Bei den Durchsuchungen in Remscheid hatten die Polizisten am Ende rund 300 scharfe Schusswaffen sichergestellt - darunter 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre, 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten sowie fast 100.000 Schuss Munition.

Will nun doch gestehen: der Hauptangeklagte (l.) (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Will nun doch gestehen: der Hauptangeklagte (l.) (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

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