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Keine Garage, kein Carport? Was Autos vor Hagel schützt

Hagelwarnung auf dem Telefon und die Angst ums Auto steigt? Wer keinen Garagenplatz oder schützenden Carport hat, kann das Auto auch mit anderen Mitteln gegen Hagel schützen. Aber was taugen die?

Von dpa

04.09.2026

Gut verpackt: Hagelschutzdecken sollen vor Beulen und Lackschäden durch Hagelschlag schützen.Tom Nebe/dpa-tmn

Gut verpackt: Hagelschutzdecken sollen vor Beulen und Lackschäden durch Hagelschlag schützen.Tom Nebe/dpa-tmn

© Tom Nebe/dpa-tmn

So ein Auto mit Hagelbeulen sieht übel aus und lässt sich schlecht weiterverkaufen. Wer keine Garage oder Carport hat, findet im Netz Angebot für Schutzplanen zum Überziehen. Sie sollen das Eisbombardement ausreichend bremsen, damit es keine Schäden an Scheiben und Lack gibt. Aber worauf kommt es dabei an?

Formfaktor: Überzieher oder Abdeckplatte

  • Den Hagelschutz gibt es laut Auto Club Europa (ACE) in Form von stark polsternden Überziehplanen in verschiedenen Größen für das gesamte Fahrzeug. 
  • Außerdem als punktuell anzubringende Platten aus Schwerschaum. Sie schützen etwa Fenster, Dach, Kofferraumdeckel oder Motorhaube. 
  • Dann gibt es noch aufblasbare Abdeckungen zum Schutz des Fahrzeugs.

Der Schutz gegen Hagel fällt unterschiedlich aus

  • Es gibt nicht den einen Schutz gegen alle Größen von Hagelkörnern. Die Hersteller geben in der Regel an, gegen welche Art von Niederschlag die Planen aushalten. Manche schützen laut ACE gegen durchschnittlichen Hagel, andere halten auch größere Eiskugeln von bis zu 6 Zentimetern Durchmesser aus. 
  • Eine weitere Größe ist die Aufprallgeschwindigkeit, die maximal gebremst werden kann, um Beulen im Lack zu vermeiden. 
  • Je höher die Schutzwirkung, umso dicker und unhandlicher fallen die Polsterungen in der Regel aus. 

Günstig oder teurer - ein Qualitätsmerkmal?

Die Planen und Platten und Aufblasgaragen gibt es ab 35 Euro - manche Modelle kosten mehrere Hundert Euro. Aber: Der Preis sollte nicht das erste Kaufkriterium sein. Wichtiger ist laut Autoclub AvD die Schutzwirkung. Was man hier braucht, hängt auch ein wenig vom zu erwartenden Wetter und der Hagelgefahr am Wohnort ab. Manche Produkte haben laut AvD auch eine Zertifizierung, zum Beispiel vom TÜV Austria.

Worauf muss ich bei Hagelschutzplanen und Co. achten?

Der Schutz hilft natürlich nur, wenn er im Fall des Falles auch an Ort und Stelle ist. Aktuelle Hagelwarnungen für den eigenen Standort gibt es per Wetter-App, etwa mit der Warnwetter-App (iOS/Android) des Deutschen Wetterdienstes. Sie ist in der Grundversion kostenlos, erweiterte Funktionen kosten einmalig rund 2,50 Euro. 

Das Auto sollte außerdem recht sauber sein, raten die Autoclubs. Staub, Steinchen und grober Schmutz könnten sonst beim Überziehen der recht schweren Planen für Kratzer sorgen. 

Parkt der Wagen auf öffentlichem Straßenraum, dürfen Reflektoren und Nummernschilder nicht verdeckt werden. Sonst kann das Auto bei Dunkelheit nicht gut erkannt werden. Wer also auf der Straße parkt, kann Plane und Co. nicht als Dauerlösung über das Auto ziehen. 

Gut zu wissen: Für Elementarschäden am Auto, und dazu zählen Hagelschäden, kommt in der Regel die Teilkaskoversicherung auf. Autohalter zahlen dann nur den Selbstbehalt.

Risse und Einschlagstellen in der Scheibe: Solche Schäden entstehen oft durch heftigen Hagelschlag.picture alliance/dpa

Risse und Einschlagstellen in der Scheibe: Solche Schäden entstehen oft durch heftigen Hagelschlag.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

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