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Glatteis: Was Radfahrer jetzt beachten müssen

Nach dem Schnee herrscht vielerorts Glatteis-Gefahr. Eine Herausforderung für alle, die aufs Rad steigen oder darauf ausweichen wollen. Mit diesen Tipps fürs Bremsen, Lenken & Co. fahren sie sicher.

Von dpa

12.01.2026

Mit der richtigen Vorbereitung und angepasstem Fahrverhalten rollen Radfahrer auch bei Glätte gut durch den Winter.Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Mit der richtigen Vorbereitung und angepasstem Fahrverhalten rollen Radfahrer auch bei Glätte gut durch den Winter.Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

© Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Fußgänger haben den Pinguin-Gang drauf oder können Spikes unter die Schuhe ziehen. Aber was, wenn man auf zwei Rädern auf die Straße - oder besser: aufs Eis - will? 

Vor der Fahrt: Druck herausnehmen und Sattel tieferlegen

Auch für Fahrräder gibt es Winterreifen. Deren Profil hilft bei Schnee und Matsch, bei Glatteis aber nicht maßgeblich. Besser: Reifen mit Spikes, also kleinen Metallstiften. Wer keine hat, kann den Reifendruck etwas reduzieren, um die Auflagefläche zu vergrößern, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC). Dabei jedoch nicht den Minimal-Druck unterschreiten. 

Tipp der Zweiradexperten: Wenn man nur eine kurze Strecke fahren will, den Sattel etwas nach unten stellen, damit man leichter mit den Füßen an den Boden kommt, um sich abzufangen, falls man ins Schlingern gerät.

Unterwegs: Lenken und Bremsen womöglich lieber lassen

Wie für alle Verkehrsteilnehmer gilt bei Glätte auch auf dem Rad: Tempo reduzieren und Abstand halten - und in Kurven weder treten noch bremsen. Lässt sich das Bremsen nicht vermeiden, muss es laut ADFC „früh und maßvoll“ geschehen.

Und auch mit Bedacht: So sollte man eher die Hinterradbremse benutzen, denn wenn man das Vorderrad blockiert, sei ein Sturz kaum vermeidbar. Auf Glatteis sollte man möglichst nicht lenken und lieber ohne zu bremsen ausrollen.

Im Zweifel auf die Straße ausweichen

Die Straße frei, die Bürgersteige immerhin gestreut - doch der Radweg dazwischen ist eine Eisbahn? Gefährlich. Der ADFC weist darauf hin, dass Radfahrende immer auf der Straße fahren dürfen, es sei denn, ein vorhandener Radweg ist durch das blaue Verkehrszeichen als benutzungspflichtig gekennzeichnet. Die Benutzungspflicht dafür entfällt aber, wenn der Radweg nicht geräumt ist. Dann weicht man mit dem Rad auf die geräumte Straße aus.

Dabei Vorsicht walten lassen und auf Hindernisse wie Längsrillen - etwa Straßenbahngleise - oder Längskanten zwischen Rad- und Fußweg achten, rät der ADAC. Der Verkehrsclub weist außerdem darauf hin, dass es auf Brücken „oft eisiger als davor und danach“ ist - hier also besonders langsam fahren.

Extra-Tipps für E-Biker

Mit dem Pedelec oder dem E-Bike ist man in der Regel schneller - und gerade das kann bei Glätte zur Gefahr werden. Daher sollte man hier beim Start die geringste Unterstützungsstufe wählen, da das Hinterrad sonst durch die schnelle Beschleunigung die Haftung verlieren und wegrutschen kann.

Außerdem macht der ADAC auf die zeitverzögerte Reaktion vieler Pedelec-Antriebe auf die Pedalbewegungen aufmerksam, die Fahrende besonders bei rutschigen Verhältnissen beachten sollten.

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