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Frühjahrsputz: Tipps und Tricks für saubere Fenster

Zahnstocher, Strumpfhose und schwarzer Tee: Warum Sie diese Dinge fürs Fensterputzen parat halten sollten - und warum ein sonnig-warmer Tag nicht die beste Zeit für eine streifenfreie Reinigung ist.

Von dpa

08.04.2026

Keine Sonne beim Putzen: Fenster sollten an warmen, bedeckten Tagen gereinigt werden, um Schlieren durch zu schnelles Verdunsten des Wassers zu vermeiden.Silvia Marks/dpa-tmn

Keine Sonne beim Putzen: Fenster sollten an warmen, bedeckten Tagen gereinigt werden, um Schlieren durch zu schnelles Verdunsten des Wassers zu vermeiden.Silvia Marks/dpa-tmn

© Silvia Marks/dpa-tmn

Ihre Fenster sind vom Regen richtig dreckig geworden? Dann kann laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Helferlein aus der Kommode eine gute Wahl fürs Saubermachen sein: eine alte oder löchrige Nylonstrumpfhose, die Sie nicht mehr anziehen mögen.

Mit ihr und einem guten Schuss Essig im Putzwasser bekommen Sie die Schreiben nämlich sauber und können auch festeren Schmutz entfernen, ohne Kratzer zu hinterlassen. Übrigens: Wer keinen Essig nehmen will, kann auch Zitronensaft ins Putzwasser geben. Beide wirken dem BUND zufolge als natürliche Kalklöser.

Mit Schwarztee gegen Nikotin

Ein weiterer Tipp rund ums Fensterputzen: Schmutz am Fenster mit aufgebrühtem Schwarztee zu Leibe rücken. Die darin enthaltenen Gerbstoffe entfernen laut BUND Öl und Nikotin. Und sie sollen demnach auch als Schutzschild gegen neue Verschmutzungen wirken.

Klassischen Glasreiniger brauchen Sie zum Fensterputzen übrigens nicht unbedingt. Die Zeitschrift „Öko-Test“, die kürzlich (Ausgabe 03/2026) 30 Glasreiniger getestet hat (Ergebnis: vier sind „sehr gut“, 19 „gut“, sechs „befriedigend“ und einer „mangelhaft“) befindet: „Fenster und andere Glasoberflächen lassen sich auch mit Wasser und etwas Spüli reinigen“.

Zu viel Sonne sorgt für Schlieren

Umso wichtiger beim Fensterputzen: die richtige Reihenfolge und das richtige Wetter. Beides erspart doppelte Arbeit. 

Dem Verbraucherservice Bayern zufolge sollte man Fenster etwa niemals bei direkter Sonneneinstrahlung reinigen. Der Grund: Das Wasser verdunstet dann zu schnell und hinterlässt Schlieren. Am besten wählt man demnach fürs Fensterputzen einen warmen und bedeckten Tag – und beginnt mit Fenstern, die im Schatten liegen. Im Frühjahr lohnt es sich dem Verbraucherservice Bayern zufolge, die Zeit nach dem größten Pollenflug abzuwarten.

Außerdem beginnt man beim Reinigen am besten mit dem Innenleben der Fenster: mit Dichtungen, Beschlägen und Fensterfalz. Denn dabei können die Gläser noch einmal verschmutzen. Am Schluss kann man sich dann die Rahmen und Schreiben vornehmen. 

Den Fensterfalz zwischen Flügel und Blendrahmen saugt man dem Verband Fenster + Fassade (VFF) zufolge übrigens am besten aus, um auch losen Schmutz loszuwerden. Dabei kann man demnach auch gleich einmal die Entwässerungsöffnungen im Blendrahmen vorsichtig von festsitzenden Rückständen befreien. Gut geht das etwa mit einem Zahnstocher.

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