Panorama

Freisprüche nach vermeintlicher Gruppenvergewaltigung

Im Prozess um eine Gruppenvergewaltigung in Heinsberg hat das Landgericht Aachen zwei Männer freigesprochen. Das Gericht sah nach Videoauswertung keine Beweise für eine Straftat.

Von dpa

07.08.2026

Der Prozess fand in Aachen statt. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Der Prozess fand in Aachen statt. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Nach einer vermeintlichen Gruppenvergewaltigung in Heinsberg im vergangenen Jahr hat das Landgericht Aachen zwei der Angeklagten freigesprochen. Die Verfahren gegen drei weitere Beschuldigte im Alter zwischen 17 und 27 Jahren waren bereits vorher eingestellt worden, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Den fünf Männern war vorgeworfen worden, eine damals 17-Jährige in einem Wohnhaus im Heinsberger Stadtteil Unterbruch gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben.

In der Hauptverhandlung vor der Jugendstrafkammer, die weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, ließen sich die Vorwürfe jedoch nicht erhärten. Nach Überzeugung des Gerichts handelte es sich um einvernehmlichen Geschlechtsverkehr.

Ein Video hilft bei der Urteilsfindung

Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren laut Landgericht vor allem zwei Beweismittel: Zum einen verstrickte sich das vermeintliche Opfer, eine heute 18-jährige Aserbaidschanerin, bei ihrer Vernehmung in Widersprüche. Zum anderen lag der Kammer ein Video der Tatnacht vor, auf dem kein Handeln gegen den Willen der Frau erkennbar war.

Gegen das Urteil wurde keine Revision eingelegt, es ist damit rechtskräftig.

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