Panorama

Feiertage und langes Stauwochenende voraus

Pfingsten steht vor der Tür – und damit Staualarm durch mehr als 1.000 Baustellen, volle Urlaubsrouten und Wartezeiten an den Grenzen. Wo Geduld besonders gefragt ist und wann man besser durchkommt.

Von dpa

18.05.2026

Staualarm auf den Urlaubsrouten: Die Automobilclubs warnen für das Pfingstwochenende vor vollen Straßen. Also: Geduld einpacken.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

Staualarm auf den Urlaubsrouten: Die Automobilclubs warnen für das Pfingstwochenende vor vollen Straßen. Also: Geduld einpacken.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

© dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

Machen wir es kurz und schmerzlos: Wer am kommenden Pfingstwochenende (22. bis 25. Mai) auf die Autobahn möchte, braucht oft gute Nerven und Geduld. Denn der ADAC rechnet „mit einer der höchsten Verkehrsbelastungen des Jahres“.

Nach Angaben des Münchner Clubs waren der Freitag vor Pfingsten und der Dienstag nach Pfingsten im vergangenen Jahr besonders staureich. Der Freitag vor Pfingsten landete demnach auf Rang 5 im Jahresranking 2025.

Zusätzlich zu den Feiertagen beginnen in einigen Bundesländern teils zweiwöchige Pfingstferien. Mancherorts ist nur der Dienstag schulfrei. Doch auch von solchen Terminen unabhängig Reisende und Kurzurlauber machen sich über die Feiertage auf den Weg.

Volle Autobahnen sagt auch der Auto Club Europa (ACE) voraus und erwartet „unzählige Staus“ vor allem auf den Urlaubsrouten. Besonders oft werden das Mittelmeer, die Küsten von Nord- und Ostsee und der Alpenraum angesteuert. Klassische Stau-Schwerpunkte: Die Bereiche von Autobahnbaustellen, von denen der ADAC aktuell mehr als 1.000 vermeldet. Auch im Zuge von Teilstücksperrungen und nach Unfällen dauert es länger.

Die Tage in der Übersicht:

  • Freitag (22. Mai): Bereits ab Vormittag wird es voll - vor allem rund um die Ballungsgebiete und auf den Autobahnen. Zu den Pendlern gesellen sich die Urlaubsstarter. Die Stauspitze dürfte laut ADAC in der Zeit zwischen circa 11.00 und 19.00 Uhr liegen.
     
  • Samstag: Auch heute ist den Verkehrsclubs zufolge mit viel Verkehr zu rechnen. Die Blechlawine rollt vor allem in Richtung der Alpen und weiter in den Süden. Auch die Küsten von Nord- und Ostsee werden angesteuert. Schon ab Vormittag ist mit Staus zu rechnen - am meisten dürfte zwischen 10.00 und 15.00 Uhr los sein.
     
  • Pfingstsonntag: Gute Nachrichten bei all den Staus gefällig? Laut ADAC ist der Sonntag der beste Tag zum Durchkommen bei vergleichsweise wenig Reiseverkehr. Der ACE sieht es ähnlich, verweist aber darauf, dass im Tagesverlauf noch „reger Ausflugsverkehr“ einzuplanen ist. 
     
  • Pfingstmontag: Auch der Montag dürfte zunächst vor allem im Zeichen des Ausflugsverkehrs stehen. Doch ab Mittag füllen sich die Heimreiserouten, was die Staufgefahr bis in den Abend stetig ansteigen lässt. Der ADAC zählt die Phase von 13.00 bis 18.00 Uhr zu den Stau-Spitzenzeiten.
     
  • Dienstag (26. Mai): Auch am Dienstag herrscht noch ordentlich Rückreisebetrieb. Wie eingangs erwähnt, registrierte der ADAC im vergangenen Jahr diesen Tag als „besonders staureich“ und sieht den Schwerpunkt vor allem im Zeitraum zwischen 7.00 bis 18.00 Uhr.

Beide Verkehrsclubs erwarten in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Viel los auf Österreichs Fernstraßen

Auch in Österreich wird es rund um Pfingsten voll. Die Transitachsen in Richtung Süden sind dem ACE zufolge bereits ab Freitagnachmittag „stark belastet.“ Am Samstag füllen sich speziell die Nord‑Süd‑Achsen in Richtung Alpen und weiter nach Italien. Mit „zähfließendem Verkehr und hoher Staugefahr“ sei zu rechnen. 

Am Sonntag und Pfingstmontag ist mit viel Ausflugsverkehr in den Tourismusregionen und auf den Nebenstrecken zu rechnen. Wer am Montag zurückreisen will, müsse mit teils auch längeren Wartezeiten an den Grenzübergängen nach Deutschland rechnen.

Als besonders staugefährdet nennt der ADAC insbesondere die Westautobahn (A 1), die Pyhrnautobahn (A 9), die Tauernautobahn (A 10), die Inntalautobahn (A 12) und die Brennerautobahn (A 13). Staugefährdet sind auch die Rheintalautobahn (A 14), die Fernpassstraße (B 179) und die Arlbergstraße (B 197). Der Club macht zudem auf ganztägige Abfahrtssperren auf der Tauernautobahn (von Freitag bis einschließlich Montag) aufmerksam.

Zudem gibt es in Tirol an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweich- und Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte.

Probleme drohen grundsätzlich durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr generell gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

Wartezeiten an den Grenzen möglich

Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.

Auch in der Schweiz füllen sich die Transitrouten

Auch in der Schweiz dürfte es am kommenden Wochenende phasenweise richtig voll werden. Besonders belastet sind den Angaben zufolge die A 1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen. Voll wird es zudem auf der Gotthardroute (A 2) auf der A 3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie auf der San-Bernardino-Route (A 13) in Richtung Chiasso.

Seit Mitte Mai gib es laut ADAC auf der Gotthardautobahn an den Portalen des Tunnels die Sonderspur „Airolo/Pässe“: Sie mache es möglich, Airolo und die Straße zum Gotthardpass schnell zu erreichen, ohne den Stau auf der Autobahn zu durchfahren und ohne die Kantonsstraße zu belasten. Diese Spur wird abhängig von der Verkehrslage freigeschaltet und ist den Angaben zufolge nur bei befahrbarer Gotthardpassstraße zugänglich. Leuchttafeln und Beschilderung entlang der Strecke zeigen eine Freigabe an. Für weitere Infos und ein Video verweist der ADAC auf die Seite des Schweizer Bundesamts für Straßen.

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