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Ewigkeitschemikalien: Wo sie stecken und wie man sie meidet

Ewigkeitschemikalien - ein geheimnisvoll klingender Name. Dahinter verbergen sich kaum abbaubare und für uns schädliche Stoffe. Worauf wir als Verbraucherinnen und Verbraucher achten können.

Von dpa

17.04.2026

Potenziell gesundheitsschädlich: PFAS werden in Antihaft-Beschichtungen eingesetzt, weil sie eher hitzebeständig, fett- und wasserabweisend sind.Christin Klose/dpa-tmn

Potenziell gesundheitsschädlich: PFAS werden in Antihaft-Beschichtungen eingesetzt, weil sie eher hitzebeständig, fett- und wasserabweisend sind.Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

Ewigkeitschemikalien oder kurz PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind tatsächlich sehr praktisch: Sie sind wasser-, schmutz- und fettabweisend und resistent gegen Hitze und UV-Strahlung. Zum Einsatz kommen sie an vielen Stellen, hier nur ein paar Beispiele: Outdoorkleidung, Antihaft-Bratpfannen, Putzschwämme, Zahnseide, Buggys, Fotopapier, Skiwachs und Imprägnierspray.

Nützlich, aber giftig

Das Problem: PFAS sind giftig und schaden unserem Körper auf vielerlei Weise. Und aus der Umwelt lassen sie sich, wenn überhaupt, nur mit großem Aufwand entfernen. Da die Stoffe nicht deklariert werden müssen, wissen Verbraucher meist nicht, wo sie konkret drinstecken, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Manche Hersteller werben zwar mit „PFOA-frei“ - das ist eine PFAS-Verbindung, die in der EU verboten ist - aber oft wird einfach eine andere, ebenso schädliche Verbindung benutzt. Und selbst das verbotene PFOA wird immer wieder in Gegenständen, sogar Kinderkleidung, gefunden. 

Darauf können Sie achten

  • Verzichten Sie auf mit Teflon beschichtetes Back- und Kochgeschirr. Alternativen sind Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen, Töpfe mit einer Quarz- oder Keramik-Versiegelung sowie Emaille.
  • Benutzen Sie für die Schuhpflege keine Imprägniersprays oder fragen Sie zumindest nach einem fluorfreien Mittel.
  • Tragen Sie statt Funktionskleidung geölte oder gewachste Kleidung.
  • Meiden Sie Einwegverpackungen bei To-Go-Getränken und -Lebensmitteln, auch Pizzakartons.
  • Wenn Sie sich bei einem Produkt, das Sie oft benutzen, nicht sicher sind: Wenden Sie sich an den Hersteller und fragen Sie nach. Einige PFAS stehen inzwischen auf der Liste der besonders besorgniserregenden Schadstoffe. Der Hersteller muss Auskunft geben, wenn mehr als 0,1 Gewichtsprozent (1 Gramm pro 100 Kilogramm) davon im Produkt enthalten ist. Tipp: Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet dafür einen Musterbrief an.
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