Panorama

Entspannt sich die Lage auf den Autobahnen?

Trotz mäßigem Reiseverkehr warnen Verkehrsclubs vor Baustellen und lokalen Verzögerungen. Wo es länger dauern kann.

Von dpa

02.03.2026

ADAC und ACE rechnen mit nur mäßigem Reiseverkehr auf den Autobahnen. Staus kann es dennoch geben.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

ADAC und ACE rechnen mit nur mäßigem Reiseverkehr auf den Autobahnen. Staus kann es dennoch geben.dpa-infografik GmbH/dpa-tmn

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Eigentlich gute Aussichten bieten die Stauprognosen für die Autobahnen am kommenden Wochenende (6. bis 8. März). Nur „mäßigen Reiseverkehr“ sagt der ADAC voraus, insgesamt bleibe die Verkehrslage „noch relativ entspannt“. Auch der Auto Club Europa (ACE) erwartet „kaum Beeinträchtigungen“. 

Doch mit dem Wörtchen „eigentlich“ ist das ja immer so eine Sache. Denn sowohl die klassischen Feierabendstaus am Freitagnachmittag als auch Baustellen und mögliche Streiks im öffentlichen Nahverkehr können dafür sorgen, dass es mancherorts halt doch wieder länger dauert.

Die Anzahl der Baustellen steigt wieder spürbar an 

Grundsätzlich hat zwar die winterliche Urlaubshauptsaison ihren Höhepunkt überschritten. Dennoch fahren noch Urlauber in die Alpen oder in die Mittelgebirge. So nimmt die Staugefahr im Vergleich zur Vorwoche sogar „leicht zu“, so der ADAC. Das sorgt auch für Verzögerungen auf den Zufahrtsstraßen in die entsprechenden Gebiete - vor allem am Freitagnachmittag und dem Samstagvormittag. Die Küsten von Nord- und Ostsee werden ebenfalls gern angesteuert. Auch der ACE erwartet am Samstag leichte Verzögerungen auf den entsprechenden Strecken - und am Sonntag in der Gegenrichtung.

Im Großraum Hamburg kann auch noch mal etwas quirliger werden – Stichwort Urlaubsverkehr, sind doch dort noch eine Woche Frühlingsferien. Im Gegenzug könnte deswegen der Berufsverkehr etwas geringer ausfallen.

Die Anzahl der Baustellen auf den Autobahnen nimmt wieder zu. So zählt der ADAC aktuell rund 830. In der Vorwoche waren es knapp 150 weniger. Auch im Bereich von Vollsperrungen (etwa auf Abschnitten der A 1 und der A 3) kann es länger dauern. Und sollte es noch einmal zu Streiks im ÖPNV kommen, rechnet der ADAC auch wieder mit „deutlich mehr Verkehr und Staus“ auf den Straßen

Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

In Österreich füllen vor allem Wintersportler die Transitrouten, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Staus sind möglich, doch laut ADAC ist nicht mehr mit so großen Zeitverlusten wie noch an den Vorwochenenden zu rechnen.

Der ADAC erwartet das höchste Verkehrsaufkommen für den Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden.

Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich als Schwerpunkte die West-, Tauern-, Inntal-, Brenner- und Rheintalautobahn, die Fernpass-Route, die Arlberg-Schnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.

Großbaustellen auf wichtigen Routen in Österreich

Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.

Zudem sind in der Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr am Wochenende in Kraft – so unter anderem im Bundesland Tirol. Die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen. Ähnliches gilt in Vorarlberg, wozu das Bundesland auch eine Seite im Netz hat.

Auch in der Schweiz sind noch Skitouristen unterwegs

Der ACE rechnet in der Schweiz mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag nur mit einem moderaten Verkehrsaufkommen. Der ADAC nennt in seiner Stauprognose als Schwerpunkte die Gotthard- sowie die San-Bernardino-Route und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz. Auch die Route Basel – Zürich – Chur ist staugefährdet. 

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Im Frühjahr 2025 wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.

Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.

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