Diese Fehler beim Kloputzen lassen sich leicht vermeiden
Muss halt gemacht werden: Wer beim Toilettenputzen Schmutz und Keime wirklich loswerden will, sollte diese Profi-Tricks kennen – und sich vor giftigen Putzmittel-Mischungen schützen.
Öfter mal ein kleiner Kloputz, statt großer Putzaktion alle paar Wochen. So wird die Toilettenreinigung nicht zur nervigen Mammutaufgabe.picture alliance/dpa/dpa-tmn
© picture alliance/dpa/dpa-tmn
München (dpa/tmn) -Kloputzen ist keine Raketenwissenschaft. Ein paar Fehler kann man aber trotzdem machen: die Toilette in der falschen Reihenfolge putzen etwa - also beispielsweise zuerst den Toilettenrand und dann die Spültaste.
1. Fehler: Schmutzige Bereiche zuerst putzen
Denn beim WC-Reinigen heißt es: Geputzt wird von sauber nach schmutzig - und von oben nach unten. Durch diese Reihenfolge, so der Verbraucherservice Bayern (VB), verschleppt man weniger Keime und kann Reinigungsmittel gezielter einsetzen.
Am besten widmet man sich also zunächst der Außenreinigung des Klos - und fängt dort mit der Spültaste und der Außenseite des Deckels an. Standfuß und Boden ums WC herum kommen als Letztes dran. Innen geht es dann weiter: mit der WC-Bürste erst unter dem Rand entlang. Dem Wasserrand und Abflussbereich widmet man sich am besten zum Schluss.
2. Fehler: Gründlich aber selten putzen
Wie oft man das WC putzt, ist natürlich auch ein wenig eine Frage der verfügbaren Zeit, der Anzahl von Leuten, die auf besagtes Klo gehen - und der eigenen Ansprüche. Laut Verbraucherservice gilt allerdings eines: Regelmäßige, kurze Reinigungen sind hygienischer und effizienter als seltene Grundreinigungen.
Der Verband empfiehlt übrigens das WC innen zwei- bis dreimal pro Woche zu putzen, Sitz und Spültaste sogar täglich. Einmal pro Woche sollte man sich das Klo demnach gründlich vornehmen.
3. Fehler: Den gleichen Lappen für Waschbecken und WC nehmen
Wer Keime nicht von einem Ort zum anderen tragen will, nutzt am besten verschiedene Lappen für verschiedene Bereiche im Haus. Damit man dabei nicht durcheinander kommt, hilft ein klares Farbsystem - vor allem, wenn verschiedene Leute mit denselben Reinigungssachen putzen.
Orientieren kann man sich dafür am Profibereich. Das WC wird hier meist mit einem roten Lappen geputzt, Gelb steht fürs Waschbecken, für andere Oberflächen gibt es einen blauen Lappen - und die Reinigungsutensilien für die Küche sind grün.
Übrigens: Die Toilettenbürste reinigt man am besten regelmäßig unter Spülwasser - und klemmt sie dann zum Trocknen zwischen Sitz und Becken, statt sie noch nass zurückzustellen. Das beugt Keimbildung vor.
4. Fehler: Putzmittel mischen
Beim Kloputzen gilt in puncto Reiniger: Weniger ist mehr. Zwei Reiniger sind laut VB genug:
- Ein Badreiniger, der Kalk lösen kann
- Ein gelartiger WC-Reiniger
Vor allem sollte man unterschiedliche Reiniger aber nicht mischen. Denn dabei können giftige Gase entstehen. Den Verbraucherschützern zufolge besonders gefährlich: Eine Mischung aus Chlor und Säure oder Chlor in Kombi mit Essigreiniger.
Ebenfalls gut zu wissen: Essigreiniger und Zitronensäure nicht auf Naturstein verwenden. Marmor wird davon beispielsweise angegriffen. Hierfür sollten Sie nur Neutralreiniger verwenden, rät die Verbraucherzentrale NRW.
Übrigens: WC-Steine im Klo ersetzen keine Reinigung. Desinfektionsmittel sind, so der Verbraucherservice Bayern, normalerweise aber auch nicht nötig.