Panorama

„Die Queen und ich“: Doku über Elizabeth II.

Am 21. April wäre Queen Elizabeth II. 100 Jahre alt geworden. Eine neue Dokumentation gibt Einblicke in den Alltag der Monarchin. Frühere Weggefährten erzählen.

Von Jan Mies, dpa

09.04.2026

Zum 100. Geburtstag der verstorbenen Queen erscheint eine ZDF-Dokumentation. (Archivbild)Andy Rain/EPA/dpa

Zum 100. Geburtstag der verstorbenen Queen erscheint eine ZDF-Dokumentation. (Archivbild)Andy Rain/EPA/dpa

© Andy Rain/EPA/dpa

Wie es sich wohl anfühlt, von einer Königin durch die Gegend gefahren zu werden? Und dann auch noch von der bekanntesten Monarchin der Neuzeit. „Ihr rechter Fuß klebte auf dem Gaspedal“, erzählt der frühere Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, in der ZDF-Dokumentation „Die Queen und ich“ über Elizabeth II., die am 21. April 100 Jahre alt geworden wäre (heute um 20.15 Uhr auf Arte sowie am 21. April um 20.15 Uhr im ZDF). Die Queen fuhr gern Auto.

Gut dreieinhalb Jahre nach dem Tod der Monarchin am 8. September 2022 im schottischen Balmoral Castle geben ehemalige Weggefährten Einblicke in das Leben der britischen Königin, die von vielen bis heute verehrt wird. „Sie war sehr bescheiden“, sagt Biograf und Historiker Hugo Vickers. Es habe stets zwei Personen gegeben, die Königin und die Frau, die Königin ist. Elizabeth II. sei nie selbstbezogen gewesen.

Filmautorin Julia Melchior gibt in den knapp 45 Minuten einen Überblick über das Leben der Monarchin - von ihrer Krönung bis zu ihren letzten Stunden. Der Alltag, wenn er bei einer britischen Königin so genannt werden kann, bekommt viel Raum. Die Queen habe ihre Hunde und Pferde geliebt, sagt die langjährige Privatsekretärin Samantha Cohen. „Und sie sah gern fern.“ 

John Warren, der Rennzuchtberater und Freund der Königin, erzählt, dass Elizabeth Pferderennen aufzeichnen ließ, um sie am Abend sehen zu können.

Die Queen starb am 8. September 2022. (Archivbild)Jane Barlow/PA Wire/dpa

Die Queen starb am 8. September 2022. (Archivbild)Jane Barlow/PA Wire/dpa

© Jane Barlow/PA Wire/dpa

Die Sache mit der Handtasche

Trotz der gut 300 Termine im Jahr habe die Queen eine gute Work-Life-Balance gehabt, sagt Sekretärin Cohen. „Sie war eine sehr kooperative Chefin - lustig, sie Chefin zu nennen.“ Cohen sagt, wie sehr es der Königin ein Anliegen war, dass sich Besucherinnen und Besucher wohlfühlen, dass sie das „Gefühl haben, zu ihr nach Hause zu kommen“. Geholfen hätten dabei die Hunde der Queen, die Corgis - als fantastische Ablenkung für aufgeregte Gäste, sagt Cohen.

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Aufgeklärt wird in der Dokumentation das jahrelange Gerücht über einen mutmaßlich versteckten Code mit den Handtaschen der Queen. Hatte es wirklich eine Bedeutung, wenn die Königin ihr Accessoire von der einen in die andere Hand wechselte? Und wie empfanden die britischen Premierminister die Treffen mit der Queen? Elizabeth II. hat etliche erlebt - auch noch kurz vor ihrem Tod wegen einer Regierungskrise in London.

„Die Welt kennt viele Königinnen, aber nur eine Queen“, heißt es in der Dokumentation, die zum 100. Geburtstag Fans der britischen Royals in Erinnerungen schwelgen lässt. Kontroversen und Kritik an der Monarchie werden nicht behandelt.

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