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Darum begrüßen Flugbegleiter alle Passagiere

Hinter dem freundlichen „Willkommen an Bord“ steckt mehr als reiner Service. Die Crews schauen sich die Passagiere auch genau an - worauf sie achten und wann Probleme drohen.

Von dpa

12.05.2026

Beim Einsteigen achtet die Crew darauf, ob Passagiere sich auffällig verhalten.picture alliance/dpa

Beim Einsteigen achtet die Crew darauf, ob Passagiere sich auffällig verhalten.picture alliance/dpa

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Flugreisende kennen das: Flugbegleiterinnen und -begleiter stehen an der Tür der Maschine und begrüßen alle, die einsteigen. Ein Akt von Service und Höflichkeit? Einerseits ja. Doch es ist andererseits auch eine Sicherheitsmaßnahme. 

„Beim Einsteigen achtet die Crew besonders auf das Verhalten der Passagiere“, erklärt der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Wer auffällig wirke, müsse damit rechnen, genauer beobachtet zu werden.

Sind Reisende sichtbar alkoholisiert oder verhalten sich unangemessen oder sicherheitsgefährdend, kann ihnen der Zutritt zum Flugzeug verweigert werden. Ebenso, wenn sie einfach nicht auf das hören, was die Crew ihnen sagt. 

Bei der Entscheidung hat nach Angaben der Lufthansa immer der Kapitän das letzte Wort – in Zusammenarbeit mit dem Bodenpersonal und dem Purser, also dem ranghöchsten Flugbegleiter.

Was Passagiere beachten sollten

Gerade beim Alkoholkonsum vor dem Abflug sollten Reisende es nicht übertreiben. Darauf achten Flugbegleiter genau – in dem Wissen, dass der Alkohol in der Höhe noch einmal stärker wirkt, wie der BDL schreibt. 

Möchte man mitfliegen, tritt man deshalb lieber nicht im Vollrausch zum Boarding an. Auch wenn man sichtbar unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten steht, kann man als flugreiseuntauglich eingestuft werden. Gleiches gilt bei akuten Krankheitssymptomen. 

Probleme kann es außerdem geben, wenn man Gefahrgüter dabeihat, etwa zu leistungsstarke Powerbanks.

Fürs Boarding gibt es Regeln

Die Airlines befolgen beim Boarding gesetzliche Vorgaben. Die Türbereiche müssen auch deshalb immer besetzt sein, um auf einen potenziellen Notfall reagieren zu können, teilt die Lufthansa weiter mit. Erst wenn alle Passagiere sitzen und die Gänge frei sind, dürfen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter demnach die Türbereiche verlassen. So sei auch sichergestellt, dass sie die Türen im Notfall jederzeit ungehindert erreichen können.

Doch in aller Regel läuft der Zustieg problemlos ab und die Crews können sich darauf konzentrieren, den Fluggästen zu helfen – etwa beim Finden des Sitzplatzes oder bei Fragen zum Handgepäck.

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