Zittern bis zum Happy End: Andrich bringt Bayer auf Kurs
Robert Andrich trifft in seinem 200. Bundesliga-Spiel sehenswert. In den Fokus gerät beim turbulenten 4:3 in Mainz aber auch Victor Boniface.
Traf per Traumtor: Robert AndrichTorsten Silz/dpa
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Robert Andrich drehte den Spieß nach seinem 200. Bundesliga-Spiel kurzerhand um. Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen wollte von den Journalisten wissen, wie viele Tore er in seiner Karriere im Oberhaus bislang erzielt habe. Keiner der Angesprochenen wusste die richtige Antwort. Tatsächlich hatte Andrich am Samstag beim 4:3 bei Mainz 05 gerade seinen 21. Bundesliga-Treffer erzielt - und der war besonders sehenswert.
„Immer wenn ich treffe, dann ist es ein Traumtor“, sagte Andrich bestens aufgelegt. Das Selbstbewusstsein des 32-Jährigen wurde in der Vorbereitung und im Verlauf der noch jungen Saison gehörig auf die Probe gestellt. Meist war der 19-malige Nationalspieler außen vor, weil vor der XXL-Länderspielpause Ezequiel Fernández auftrumpfte.
In Mainz stand Andrich zum ersten Mal in dieser Spielzeit in einem Liga-Spiel in der Startelf - und konnte prompt das von Trainer Carles Martínez ausgesprochene Vertrauen zurückzahlen. „Ich würde mal sagen, das war nicht verkehrt - und ein Tor ist auch nicht so schlecht“, sagte Andrich. „Aber der Sieg ist natürlich das Wichtigste.“
Leverkusen erlebte einen Nachmittag mit Höhen und Tiefen. Dank der Treffer von Andrich und Patrik Schick schien früh alles nach Plan zu laufen, ehe Mainz innerhalb von neun Minuten ausglich. Nach der Pause trafen Jarell Quansah per Kopf und Moussa Diaby. Sicher sein konnten sich die Gäste aber erst mit dem Abpfiff, weil Mainz noch einmal der Anschluss gelang.
Mussten bis zum Schluss zittern: Carles Martínez und sein TrainerteamTorsten Silz/dpa
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„Wann läuft denn mal alles rund? Der Gegner spielt ja auch mit“, ordnete Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes das turbulente Duell und den bisherigen Saisonverlauf ein. „Eine Mannschaft wächst an solchen Situationen.“
Gesprächsbedarf bei Boniface
Eine weitere Herausforderung wartet auf die Verantwortlichen im Umgang mit Victor Boniface. Der Stürmer entschied sich, nachdem Martínez das Wechselkontingent ausgeschöpft hatte, nicht bis zum Ende der Partie auf der Bank zu bleiben. Der Nigerianer ging stattdessen vorzeitig in die Kabine. „Ich habe es nicht gesehen, aber wenn das so war, dann müssen wir darüber reden“, kündigte Martínez Gespräche an.
Rolfes nahm den Stürmer in Schutz. „Grundsätzlich bin ich mit seiner Entwicklung zufrieden, mit jeder Woche wird er fitter. Er verhält sich total korrekt, vielleicht ist er ein bisschen zu früh rein. Aber er ist ein guter Bestandteil der Mannschaft - und beim nächsten Mal passiert das nicht“, versprach der Ex-Profi.
Bayer jubelt über einen knappen Sieg in Mainz.Torsten Silz/dpa
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