Woidke: 7. Oktober markiert ein „davor und ein danach“
Vor drei Jahren wurde Israel von Hamas-Kämpfern überfallen. Mehr als tausend Menschen kamen ums Leben. Der Tag hinterließ bei vielen Israelis ein Trauma. Brandenburgs Ministerpräsident mahnt.
Dietmar Woidke plant an einem Gedenkgottesdienst teilzunehmen. (Archivbild)Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
© Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Kurz vor dem Jahrestag des islamistischen Terrorangriffs auf Israel hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zum Gedenken an die Opfer aufgerufen. „Der 7. Oktober 2023 war eine tiefe Zäsur“, sagte der SPD-Politiker laut einer Mitteilung der Staatskanzlei in Potsdam. „Drei Jahre danach trauern wir gemeinsam an der Seite der Opfer des Hamas-Terrors. Wir erinnern an die Menschen, die ermordet, gequält, verletzt und verschleppt wurden.“
Laut der Mitteilung soll Woidke am heutigen Dienstag an einem interreligiösen Gottesdienst in der Berliner Gedächtniskirche teilnehmen und eine Rede halten. „Wir denken an ihre Angehörigen und an alle, deren Leben seitdem nur noch ein „davor“ und ein „danach“ hat“, führte Woidke aus. Dass Menschen verschiedenen Glaubens beim Gedenkgottesdienst zusammenstehen, sei „kein bloßes Ritual“. Das habe eine klare Botschaft: „Terror, Antisemitismus und Hass haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.“
Terroristen der Hamas fuhren am 7. Oktober 2023 aus Gaza durch den Grenzzaun auf israelisches Gebiet. Mehrere Tausend schwer bewaffnete Terroristen folgten in Autos und auf Motorrädern und überfielen israelische Siedlungen. Bei dem schrecklichen Massaker wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Der Terrorüberfall löste den verheerenden Gaza-Krieg aus.