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Weniger Fördergeld: Arche Nova bangt um Hilfe für 2027

In Gaza versorgt Arche Nova derzeit 4.770 Menschen mit Wasser. Wie lange die Hilfe weitergehen kann, hängt von Spenden ab. Die Aussichten für 2027 sind besorgniserregend.

Von dpa

22.10.2026

Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova ist im vergangenen Jahr in 14 Ländern aktiv gewesen - vor allem bei der Trinkwasserversorgung in Krisenregionen (Symbolbild). . Axel Fassio/Arche Nova/dpa

Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova ist im vergangenen Jahr in 14 Ländern aktiv gewesen - vor allem bei der Trinkwasserversorgung in Krisenregionen (Symbolbild). . Axel Fassio/Arche Nova/dpa

© Axel Fassio/Arche Nova/dpa

Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova verbindet ihre Jahresbilanz für 2025 mit einem Hilferuf. Trotz der Rekordeinnahmen im vergangenen Jahr blicke man mit Sorge in die Zukunft, teilte die Organisation mit. „2026 stehen der Organisation rund sechs Millionen Euro weniger gesicherte Projektmittel von institutionellen Fördermittelgebern zur Verfügung, die Aussichten für 2027 sind besorgniserregend.“ Die aktuelle Wirtschaftslage und die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung würden die private Spendenbereitschaft drosseln.

Arche Nova sprang kurzfristig für beendete Hilfsprojekte ein

„Wenn humanitäre Mittel gekürzt werden, verschwinden Krisen nicht. Was verschwindet, ist die Hilfe, auf die Menschen angewiesen sind. Besonders betroffen sind Regionen, die politisch und medial wenig Aufmerksamkeit erhalten“, hieß es. Genau dort sei Arche Nova 2025 eingesprungen, wenn andere Akteure ihre Unterstützung zurückfahren mussten. Als Beispiel wurden die Flüchtlingscamps Washokani, Serekaniye, Twahina und Abu Khashab im Nordosten Syriens genannt. Nach Auflösung der US-Entwicklungshilfebehörde USAID sei die humanitäre Hilfe dort vollständig ausgefallen.

Lebensmittelverteilung und Wasser für Nordsyrien und Gaza

Arche Nova übernahm nach eigenen Angaben kurzfristig die Versorgung mit Lebensmitten in den vier Camps, in einem stelle man bis heute die gesamte Wasser- und Sanitärversorgung sicher. „Auch im vom Krieg gezeichneten Gaza hat Arche Nova 2025 humanitäre Hilfe geleistet, obwohl die erhoffte institutionelle Unterstützung ausblieb. In einem ersten Pilotprojekt wurde über mehrere Monate eine Mindestmenge an Trinkwasser an mehr als 6.000 Binnenvertriebene verteilt.“ Derzeit würden 4.770 Menschen in Gaza mit Trink- und Brauchwasser versorgt. Weitere Hilfe hänge von Spenden ab. 

1,7 Millionen Menschen mit Hilfsprogrammen erreicht

Laut Bilanz war Arche Nova, Initiative für Menschen in Not, im Vorjahr in 14 Ländern aktiv. Mit internationalen Programmen habe man 1,7 Millionen Menschen erreicht. Die Einnahmen beliefen sich auf 28,2 Millionen Euro, rund 22,9 Millionen Euro davon stammen aus öffentlicher Förderung - vor allem durch das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Knapp 1,6 Millionen Euro kamen durch Spenden zusammen. 

Humanitäre Hilfe in den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene bildet seit mehr als 30 Jahren den Schwerpunkt der Arbeit von Arche Nova. Zugleich organisiert sie den Wissenstransfer und die Bildung notwendiger Strukturen am Ort als Hilfe zur Selbsthilfe.

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