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Weniger Asylsuchende kommen nach Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt sinkt weiter deutlich. Innenministerin Zieschang sieht die Migrationspolitik bestätigt und fordert weitere Maßnahmen.

Von dpa

02.06.2026

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt ist in den ersten fünf Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. (Archivbild) Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt ist in den ersten fünf Monaten des Jahres deutlich zurückgegangen. (Archivbild) Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt ist in den ersten fünf Monaten des Jahres erneut deutlich gesunken. Bis Ende Mai kamen 851 Asylbewerber in das Land. Das waren 37 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum und 57 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2024, wie das Innenministerium mitteilte.

Setzt sich die Entwicklung fort, könnten bis Jahresende rund 2.000 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt kommen. Zugangszahlen in dieser Größenordnung gab es zuletzt 2012.

Zieschang sieht Kurs bestätigt

Innenministerin Tamara Zieschang sieht darin eine Bestätigung der bisherigen Migrationspolitik. „Der Trend der rückläufigen Zugangszahlen setzt sich kontinuierlich fort“, sagte die CDU-Politikerin. Die Maßnahmen zur Begrenzung der irregulären Migration auf Bundes- und Landesebene zeigten Wirkung. „Jetzt dürfen wir nicht nachlassen.“ 

Mit Blick auf die bevorstehende Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) sowie geplante Verschärfungen bei Rückführungen sprach sich die Ministerin für einen konsequenten Kurs aus. „Wer ohne Schutzgrund gekommen ist, muss Sachsen-Anhalt, muss Deutschland und Europa wieder verlassen.“

Reform des europäischen Asylsystems

Am 12. Juni tritt die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems in Kraft. Sie sieht unter anderem strengere Kontrollen und Registrierungen an den EU-Außengrenzen, verpflichtende Vorprüfungen irregulär eingereister Menschen sowie in bestimmten Fällen Asylverfahren bereits an den Außengrenzen der Europäischen Union vor. Zudem sollen die Verfahren in den Mitgliedstaaten stärker vereinheitlicht und beschleunigt werden.