Vor WM-Finale: Flug von Mexikos Präsidentin gestrichen
Donald Trump persönlich hat Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zum Finale der gemeinsamen Fußball-WM eingeladen. Ihre Anreise war jedoch schwierig.
Anreise mit Hindernissen: Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum. (Archivbild)Mandel Ngan/POOL AFP/dpa
© Mandel Ngan/POOL AFP/dpa
Die extremen Luft- und Wetterverhältnisse am Finalort New York haben auch die Reisepläne von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zum WM-Endspiel zwischen Argentinien und Spanien verändert. Ihr ursprünglich geplanter Flug von Cancún nach New York wurde am Samstag zunächst um zwei Stunden verschoben und dann komplett gestrichen. Grund dafür war die Rauchentwicklung über der US-Metropole, die in den vergangenen Tagen durch Waldbrände in Kanada verursacht worden waren.
Nach Angaben der mexikanischen Regierung flog die 64 Jahre alte Präsidentin kurzfristig in der Nacht zu Sonntag mit einer Maschine des „Sekretariats für die nationale Verteidigung“ (Sedena) nach New York. Das ist vergleichbar mit dem Verteidigungsministerium in anderen Staaten.
Wegen der Bedingungen in New York hatte auch FIFA-Präsident Gianni Infantino seinen Flug zum Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich (6:4) in Miami absagen müssen. In seinem Fall waren aber heftige Gewitter und starker Regen die Ursache, die den Rauch am Samstag verdrängten.
Einladung von US-Präsident Trump
Sheinbaum hatte zuvor überraschend eine Einladung von US-Präsident Donald Trump zum WM-Finale in East Rutherford (Sonntag, 21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV) erhalten. Sie werde genauso vor Ort sein wie der Staatschef des anderen Co-Gastgeberlandes: Kanadas Premierminister Mark Carney.
Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind wegen Handels- und Sicherheitsfragen derzeit angespannt. Bisher hatte sich Sheinbaum nur einmal persönlich mit Trump getroffen: Das war im Dezember bei der WM-Auslosung in Washington.
Am 11. Juni hatte Sheinbaum sogar darauf verzichtet, an der Eröffnungsfeier der WM im eigenen Land teilzunehmen. Damals hatte sie ihre Eintrittskarte für das Aztekenstadion an eine fußballbegeisterte indigene Frau weitergegeben. Mexiko, die USA und Kanada richten die Weltmeisterschaft gemeinsam aus.