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Vor Bayern-Kracher: Magdeburg zerlegt Karlsruhe mit 6:1

Nach holprigem Start dreht der 1. FC Magdeburg mächtig auf und überrollt den Karlsruher SC. Vor dem Pokalkracher gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister tankt der FCM reichlich Selbstvertrauen.

Von Malte Zander, dpa

24.10.2026

Magdeburgs Spieler bejubeln Torschütze Mateusz Zukowski (l)Julius Frick/dpa

Magdeburgs Spieler bejubeln Torschütze Mateusz Zukowski (l)Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Der 1. FC Magdeburg hat gegen den Karlsruher SC einen Kantersieg errungen und das halbe Dutzend voll gemacht. Nach Anfangsschwierigkeiten siegten die Elbestädter vor 21.146 Zuschauern mit 6:1 (1:0). 

Mateusz Zukowski mit zwei verwandelten Foulelfmetern (39. Minute/51.), Anselmo Garcia MacNulty (54.), Emmanuel Iyoha (59.), Roko Simic (66.) und Leon Mergner (90.+3) trafen für den FCM, Deniz Ofli (82.) gelang der einzige KSC-Treffer. Magdeburg bleibt mit 16 Zählern in der Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga.

„Ich glaube, es gibt nicht viel, wo man sich beschweren kann. Vielleicht das eine Gegentor, dann wäre der Abend noch schöner“, sagte Startelf-Debütant Felipe Chavez, der für Moritz-Broni Kwarteng begann. Nach der Derbyniederlage gegen Dresden sei es wichtig gewesen, „aus dem Spiel Lehren zu ziehen, aber auch abzuhaken und sich aufs nächste Spiel zu konzentrieren“, ergänzte die Bayern-Leihgabe. 

Karlsruher Führung aberkannt

Neben Chavez startete Alexander Nollenberger auf der linken Außenbahn. Die Gäste begannen aggressiv, liefen die Elbestädter mit zwei Spielern schon tief in deren Hälfte an. Mit der ersten Torchance ging der KSC vermeintlich in Führung: Nach einer Ecke traf Noel Eichinger per Kopf (9.) - doch nach VAR-Eingriff nahm Schiedsrichter Felix Wagner den Treffer wegen Abseits zurück. 

Ein Treffer mit ganz viel Herz: Anselmo García MacNulty freut sich über sein Tor für Magdeburg.Julius Frick/dpa

Ein Treffer mit ganz viel Herz: Anselmo García MacNulty freut sich über sein Tor für Magdeburg.Julius Frick/dpa

© Julius Frick/dpa

Magdeburg hatte Probleme, ins Spiel zu finden, verlor die Bälle zu schnell und kam so kaum zu Offensivaktionen. Auch Magdeburg traf mit seiner ersten Chance durch Zukowski (18.) ins Netz, doch der Pole stand ebenfalls im Abseits. Die Partie blieb zerfahren, auch wenn der FCM mehr Spielanteile erarbeitete. Einen Foulelfmeter nutzte Magdeburg zur Führung: Zukowski verwandelte souverän. Zuvor hatte Sandro Trémoulet Magdeburgs Luka Hyryläinen zu Fall gebracht.

Magdeburger Tor-Rausch nach dem Seitenwechsel

Die zweite Halbzeit begann mit dem nächsten VAR-Eingriff: Viktor Bergh hatte Pierre Nadjombe am Fuß getroffen - Zukowski verwandelte erneut sicher. Magdeburg legte sofort nach, denn nach einem Freistoß von Baris Atik köpfte MacNulty wuchtig ein. Iyohas Treffer zum 4:0 war die Entscheidung. 

Die Karlsruher gaben sich zwar nicht auf und bemühten sich um einen eigenen Treffer, doch stattdessen erhöhte der gerade eingewechselte Simic auf 5:0. Oflis Treffer blieb reine Ergebniskosmetik, ehe Mergner mit seinem ersten Profitor den Schlusspunkt setzte. Vier Tage vor dem laut Trainer Petrik Sander „einfachsten Spiel der Saison“ im DFB-Pokal beim FC Bayern tankten die Elbestädter damit reichlich Selbstvertrauen.

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