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Tod eines Frühchens in Klinik - Keine neuen Keim-Nachweise

Ein Bakterium hat auf einer Krankenhaus-Station für sehr kleine und kranke Frühgeborene jüngst großes Leid und Sorgen ausgelöst. Wie ist die aktuelle Lage in der Bremer Klinik?

Von dpa

22.04.2026

Nach dem Tod eines Frühchens durch einen Erreger in einem Bremer Krankenhaus gelten auf der betroffenen Intensivstation für Frühgeborene weiter strenge Hygieneregeln. Neue Nachweise des Bakteriums gab es nicht, wie eine Kliniksprecherin auf dpa-Nachfrage mitteilte. Die beiden Babys, bei denen der Erreger festgestellt wurde, sind demnach auf der Station im Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Bremen-Mitte isoliert.

Das Bakterium Serratia marcescens wurde im April an insgesamt drei Patienten nachgewiesen, wie die Klinik jüngst mitteilte. Ein sehr kleines Baby, das bei der Geburt nur rund 500 Gramm wog, starb demnach an einer durch dieses Bakterium verursachten Infektion. Ein weiteres Frühchen hat eine Infektion, ist aber unter antibiotischer Therapie stabil, wie die Sprecherin mitteilte. Ein drittes Kind sei mit dem Bakterium besiedelt und zeige keine Anzeichen einer Infektion. Der Erreger wurde bei routinemäßigen Screening-Untersuchungen entdeckt.

Das Bakterium kann der Klinik zufolge in der Regel gut mit Antibiotika behandelt werden und stellt für größere und gesunde Kinder keine relevante Gefahr dar. Bei Frühgeborenen könne der Keim allerdings Infektionen auslösen, hieß es. Die betroffene Intensivstation hat zwölf Plätze für sehr kleine und kranke Frühgeborene.

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