Tunesien wechselt Trainer bei WM - Renard soll kommen
Tunesien sorgt bei der WM für ein Kuriosum. Nach nur einem Spiel ist für den bisherigen Trainer Schluss. Ein erfahrener Coach soll übernehmen.
Hervé Renard soll das tunesische Team übernehmen. (Archivbild)Christophe Ena/AP/dpa
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Der tunesische Fußballverband trennt sich nach nur einem Spiel bei der laufenden WM von Nationaltrainer Sabri Lamouchi. Der Franzose Hervé Renard solle als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, zitierte zudem das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri. Das 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden war damit das letzte Spiel als Nationaltrainer für Lamouchi.
Die Trennung erfolgte „im gegenseitigen Einvernehmen“, hieß es vom Verband bei Instagram. Schon zuvor hatte das tunesische Fernsehen berichtet, dass der bisherige Coach das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.
Dem „Kicker“ zufolge ist es bereits das zweite Mal, dass sich Tunesien noch während eines laufenden Turniers von seinem Cheftrainer trennt. Demnach musste bei der WM 1998 in Frankreich der Pole Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase gehen.
Renard mit Erfolgen beim Afrika-Cup
Der 57 Jahre alte Renard war zuletzt als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er besitzt bereits einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams und führte Sambia sowie die Elfenbeinküste zum Afrika-Cup-Titel.
Die deutliche Niederlage gegen Schweden war zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg beim 1:0 gegen Haiti gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.
In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien gegen Japan und gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck.
Nach nur einem WM-Spiel ist Tunesiens Trainer Sabri Lamouchi seinen Job los.Matias Delacroix/AP/dpa
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