Studie prüft neues Wasserwerk an der Elbe
Ein Wasserwerk bei Magdeburg stößt an Spitzentagen fast an seine Grenzen. Nun wird untersucht, ob die Elbe als zusätzliche Wasserquelle dienen kann.
Mit Elbwasser soll die Trinkwasserversorgung im Raum Magdeburg langfristig gesichert werden. (Symbolbild) picture alliance / dpa
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Wasser aus der Elbe könnte künftig dazu beitragen, die Trinkwasserversorgung für rund 750.000 Menschen im Raum Magdeburg und weiteren Teilen Sachsen-Anhalts zu sichern. Die Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM) untersucht den Bau eines neuen Wasserwerks, wie das Umweltministerium mitteilte.
Millionenförderung für Machbarkeitsstudie
Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie klären, ob und wie das Vorhaben umgesetzt werden kann. Das Land unterstützt sie mit gut 2,2 Millionen Euro aus EU-Mitteln. Insgesamt sind knapp 3,2 Millionen Euro vorgesehen. Geprüft wird auch die Anbindung an das Fernleitungsnetz und an Wirtschaftsstandorte wie den geplanten Hightech-Park bei Magdeburg.
Die TWM beliefert auf etwa einem Drittel der Landesfläche Stadtwerke und Zweckverbände. Das Wasser stammt bislang vor allem aus Grundwasservorkommen im Westfläming sowie in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg. Im Wasserwerk Colbitz wird zusätzlich gefiltertes Wasser aus der Ohre genutzt.
Wasserwerk Colbitz nahezu ausgelastet
An Tagen mit besonders hohem Verbrauch erreicht das Wasserwerk Colbitz laut Ministerium mehr als 95 Prozent seiner Aufbereitungskapazität. Wegen längerer Trockenperioden und eines steigenden Bedarfs durch Unternehmensansiedlungen soll daher eine zusätzliche Wasserquelle erschlossen werden.
„Die Klimaveränderungen werden zum Stresstest für unsere Wasserversorgung“, erklärte Umweltminister Armin Willingmann (SPD). Wann über den Bau entschieden werden könnte und welche Kosten dafür zu erwarten sind, blieb offen.