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Städte und Landkreise fordern Bund zu A39-Weiterbau auf

Das Baurecht für ein weiteres Teilstück der A39 ist da, doch noch fehlt Geld und eine Zusage: Länderübergreifend machen 14 Kommunen deshalb nun Druck beim Bund für einen schnellen Baubeginn.

Von dpa

04.08.2026

14 Kommunen fordern die Bundesregierung auf, Gelder für den Weiterbau der A39 in Ostniedersachsen bereitzustellen. (Archivbild)Philipp Schulze/dpa

14 Kommunen fordern die Bundesregierung auf, Gelder für den Weiterbau der A39 in Ostniedersachsen bereitzustellen. (Archivbild)Philipp Schulze/dpa

© Philipp Schulze/dpa

14 Kommunen aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt fordern gemeinsam den Bund auf, den Weiterbau der Autobahn 39 finanziell sicherzustellen. In einem Schreiben an Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängen Oberbürgermeister und Landräte darauf, die für den Bau des siebten Autobahnabschnitts in Ostniedersachsen notwendigen Gelder bereitzustellen, wie der Landkreis Uelzen für die beteiligten Kommunen mitteilte. 

„Der Lückenschluss der A39 ist für die Wirtschaft und die Menschen in Ostniedersachsen von entscheidender Bedeutung“, heißt es nach Angaben des Landkreises in dem Schreiben. Das gelte im Verbund mit der A14 und der verbindenden Querspange B190n auch für Landkreise aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. 

Gericht wies Klage ab

Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Klage des Umweltverbandes BUND Anfang Juli gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Teilstück der geplanten Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg abgewiesen. 

Aus Sicht der Kommunen sollte der Bund das nun vorhandene Baurecht für diesen Bauabschnitt schnellstmöglich nutzen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bund die Gelder im Haushalt einplant und die Baufreigabe erteilt. 

Zu den Kommunen, die länderübergreifend hinter der Forderung stehen, zählen die Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die Landkreise Uelzen, Celle, Gifhorn, Harburg, Helmstedt, Lüneburg, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Prignitz, Altmarkkreis Salzwedel und Stendal. 

Laut Uelzens Landrat Heiko Blume leben in diesen Städten und Landkreisen mehr als zwei Millionen Menschen. „Nach Jahrzehnten des Planens muss der Bund nun entschlossen handeln und das geschaffene Baurecht schnellstmöglich nutzen, sprich ins Bauen kommen“, sagte der CDU-Politiker.

Milliarden-Vorhaben

Bei dem siebten Bauabschnitt geht es um ein 14,2 Kilometer langes Autobahnstück zwischen den Anschlussstellen Weyhausen und Ehra. Aus südlicher Richtung kommend endet die Autobahn bisher in Weyhausen. Zusammen mit allen Bauabschnitten soll der Lückenschluss nach Fertigstellung 105 Kilometer messen. Die Investition bezifferte die für die Umsetzung zuständige Autobahn GmbH Anfang des Jahres mit 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Die gesamte A39 würde dann von Südniedersachsen bis Hamburg führen und parallel zur westlich gelegenen Autobahn 7 verlaufen - südlich von Hildesheim an der A7 zweigt die Strecke ab.

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