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Senatorin beklagt „Verrohung“ an Berlins Schulen

Ein Streit auf dem Schulhof endet längst nicht immer mit dem Pausengong: In Berlin beobachtet Bildungssenatorin Günther-Wünsch, dass Konflikte digital weitergehen. Das sei eine dauerhafte Eskalation.

Von dpa

16.10.2026

Bildungssenatorin Günther-Wünsch sieht mehr Gewalt an Schulen. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa

Bildungssenatorin Günther-Wünsch sieht mehr Gewalt an Schulen. (Archivbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) beklagt eine „Verrohung“ von Kindern und Jugendlichen. In den Schulen komme es immer wieder wegen Kleinigkeiten zu einer körperlichen oder verbalen Eskalation, die durch die sozialen Medien weitergetragen wird. „Konflikte haben keine Pause mehr. Das, was in der Schule körperlich anfängt, wird in der Pause und zu Hause in der Freizeit digital fortgesetzt“, sagte Günther-Wünsch in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.

Sie beobachte auch eine abnehmende Resilienz der Schülerinnen und Schüler und geringe Frustrationstoleranzen, so die Bildungssenatorin. Für die Entwicklungen gebe es unterschiedliche Erklärungsansätze, sagte sie im ZDF. Das seien etwa eine gewisse Gleichgültigkeit in der Gesellschaft, überforderte Lehrkräfte und Eltern, fehlendes Personal an Schulen und digitale Medien.

Günther-Wünsch hat Lehramt studiert und war früher stellvertretende Schulleiterin an der Walter-Gropius-Schule in Neukölln.