Schwesig wirbt im Wahlkampf jetzt als „Frau gegen Blau“
Der Wahlkampf MV wird schon seit einiger Zeit, so scheint es, zwischen der SPD und der AfD ausgetragen. SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig verschärft den Kurs.
Die SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig will einen Wahlsieg der AfD in MV mit einer Verschärfung des Wahlkampfes verhindern. (Archivbild)Jens Büttner/dpa
© Jens Büttner/dpa
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt will die SPD in MV ihren Wahlkampf gegen die Rechtsaußen-Partei bis zur Landtagswahl am 20. September zuspitzen. Die Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Manuela Schwesig stellte in Schwerin ein neues Plakatmotiv vor: „Die Frau gegen Blau“.
Nach ihren Worten wollen 60 Prozent der Menschen in MV sie weiterhin als Ministerpräsidentin. Wer das wolle, müsse SPD wählen, sagte Schwesig. Sie warb um beide Stimmen bei der Landtagswahl.
Es gelte zu verhindern, dass die AfD stärkste Kraft wie in Sachsen-Anhalt werde, sagte sie. Umfragen sehen die AfD aktuell auch in MV vorn, allerdings ist die Partei weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Zuletzt konnte die SPD in Umfragen den Abstand verringern.
„Hängepartie droht“
Werde die AfD am 20. September in MV stärkste Kraft wie in Sachsen-Anhalt, drohten dem Land schwierige Regierungsverhältnisse, sagte Schwesig. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine Hängepartie gerate.
Die AfD sei gar nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen und auf andere für eine Regierungsbildung zuzugehen. Schon am Wahlabend habe die AfD in Magdeburg von Neuwahlen gesprochen, weil sie nicht die absolute Mehrheit bekommen habe.