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Schumann Band eröffnet „Jamel rockt den Förster“

Mit einiger Verspätung hat das Rockfestival „Jamel rockt den Förster“ begonnen. Die erste Musikgruppe hat Verbindungen zu Fury in the Slaughterhouse. Gerockt wird bis in die Nacht.

Von dpa

05.09.2026

Die Schumann Band hat trotz eines Schauerregens das Festival Jamel rockt den Förster eröffnet.Georg Wendt/dpa

Die Schumann Band hat trotz eines Schauerregens das Festival Jamel rockt den Förster eröffnet.Georg Wendt/dpa

© Georg Wendt/dpa

Nachdem am Freitag alle Konzerte des Festivals „Jamel rockt den Förster“ wegen schlechten Wetters abgesagt wurden, konnte das Programm am Samstag starten. Als erste Gruppe ging die Schumann Band an den Start - ein Projekt von Rainer Schumann, dem Schlagzeuger von Fury in the Slaughterhouse. Die Auftritte in dem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg sollen nach Angaben der Organisatoren bis in die Nacht gehen.

Weil das Festivalgelände infolge Dauerregens aufgeweicht gewesen war, konnten Lkw am ersten Tag nicht die Technik heranfahren. Auch wenn das Wetter weiter wechselhaft blieb, gelang es den Veranstaltern zumindest zeitweise den Boden mit Hackschnitzeln trockenzulegen und die Bühnentechnik aufzubauen. Pünktlich zum Konzertstart ging zwar noch ein kräftiger Schauer über die Zuschauer - die meisten nahmen es entspannt.

Festival gegen Rechtsextremismus

Bei „Jamel rockt den Förster“ geht es den Veranstaltern nach aber nicht nur um gute Musik. Mit dem seit 2007 veranstalteten Festival wollen die Organisatoren Birgit und Horst Lohmeyer auch ein politisches Statement gegen Rechtsextremismus setzen. Es ist eine Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel nahe Wismar in Nordwestmecklenburg in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln. 

Horst und Birgit Lohmeyer, Veranstalter, stehen zur Eröffnung am zweiten Tag des Festivals „Jamel rockt den Förster“ auf der Bühne.Georg Wendt/dpa

Horst und Birgit Lohmeyer, Veranstalter, stehen zur Eröffnung am zweiten Tag des Festivals „Jamel rockt den Förster“ auf der Bühne.Georg Wendt/dpa

© Georg Wendt/dpa

In diesem Jahr zeichneten die Lohmeyers die Europaschule Rövershagen bei Rostock mit dem Demokratiepreis aus. Die Schule betreibt seit Jahren eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Kriegsgräber, die sich auch mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Auf dem Schulhof baute die AG als Mahnmal einen Güterwaggon auf, wie er auch zum Transport von Juden und anderen NS-Verfolgten in die Konzentrationslager verwendet wurde.

Flankiert werden die Konzerte zudem von politischen Workshops und Infoständen. Kurz vor der Landtagswahl hat sich auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig angesagt, die Schirmherrin des Festivals ist. Politische Statements zugunsten einer Partei werde es aber nicht geben, versicherten die Veranstalter.

Das Spektakel zieht jedes Jahr Tausende Besucher an - auch weil prominente Musiker an den Start gehen. In der Vergangenheit traten so unter anderem Herbert Grönemeyer, Campino von den Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot und Deichkind auf. Dabei halten die Veranstalter die Namen der auftretenden Musiker und Bands traditionell bis zum Auftakt geheim.

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