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Schulze kritisiert Siegmunds Pläne gegen Fachkräftemangel

Wie will Sachsen-Anhalt den Fachkräftemangel lösen? Streit um Zuwanderung, Bürokratie und Rückkehrer entfacht im Wahlkampf-Duell der Spitzenkandidaten eine hitzige Debatte.

Von dpa

02.09.2026

Auch der Fachkräftemangel war Thema im Wahlkampfduell von Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD).Hendrik Schmidt/dpa pool/dpa

Auch der Fachkräftemangel war Thema im Wahlkampfduell von Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD).Hendrik Schmidt/dpa pool/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa pool/dpa

CDU-Landeschef und Ministerpräsident Sven Schulze hat die Vorschläge seines AfD-Kontrahenten Ulrich Siegmund gegen den Fachkräftemangel als zu allgemein kritisiert. „Wenn man sagt, einsparen in der Verwaltung, wäre es ganz gut, wenn man mal sagt, wie man das macht“, sagte Schulze in einem von „Volksstimme“ und „Mitteldeutscher Zeitung“ veranstalteten Wahlkampf-Duell.

Siegmund verwies auf die Arbeitslosigkeit im Land, nötig seien eine stärkere berufliche Orientierung an den Schulen und weniger Bürokratie. Beschäftigte würden teils allein durch komplizierte Förderanträge gebunden. Zudem müsse man Deutsche, die ins Ausland gezogen seien, zur Rückkehr bewegen. „Wir möchten denen wieder ihre Heimat zurückgeben“, sagte der AfD-Spitzenkandidat.

Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte hält Siegmund nicht für eine dauerhafte Lösung. Herausforderungen der Demografie und der Wirtschaft müsse Sachsen-Anhalt langfristig „aus eigener Kraft“ bewältigen.

Schulze betonte dagegen einen unmittelbaren Personalbedarf etwa in Pflege, Gesundheit und Maschinenbau. „Wir brauchen eine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, nicht in Sozialsysteme“, sagte er. Viele Menschen, die nicht in Sachsen-Anhalt oder Deutschland geboren seien, lebten und arbeiteten bereits im Land und zahlten Steuern. „Viele von denen sagen, sie fühlen sich dann hier nicht mehr willkommen. Und das darf nicht passieren.“