Rot-Weiss Essen verurteilt Fan für Zeigen des Hitlergrußes
Beim Auswärtsspiel in Saarbrücken zeigt ein Fan von Rot-Weiss Essen den Hitlergruß. Der Club kündigt Konsequenzen an.
Fans von Rot-Weiss Essen. (Symbolbild)Christoph Reichwein/dpa
© Christoph Reichwein/dpa
Fußball-Drittligist Rot-Weiss Essen hat das Zeigen des verbotenen Hitlergrußes eines Fans bei der 2:5-Pleite in Saarbrücken am vergangenen Wochenende scharf verurteilt. „Wir treten rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen sowie anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen“, teilte der Club aus dem Ruhgebiet auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Zeigen des Hitlergrußes sei eine Straftat, von der sich der Club distanziere.
Die Polizei Saarbrücken war auf Anfrage am Dienstagabend nicht mehr erreichbar. Zuerst hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ über den Vorfall berichtet, der in der TV-Übertragung zu sehen war und später im Internet verbreitet wurde.
Hüning zeigt sich von seiner besten Seite und einige in unserer Kurve von der schlechtesten… #FCSRWE #RWE @medif_nrw pic.twitter.com/LqPg1TNA8S
— Rot-Weisse Solidarität (@RWSolidaritaet) August 10, 2026
Videobilder zeigen, wie ein Fan im Gästeblock der Essener am Sonntag im Ludwigsparkstadion nach dem Führungstreffer zum 1:0 von Ben Hüning den rechten Arm hochriss. Ein Mann dahinter reagierte darauf, in dem er den Arm des Verursachers herunterdrückte.
„Eine Person, die sich in dieser Form verhält, schadet uns allen und ist bei uns nicht willkommen. Wir werden sämtliche Möglichkeiten, die sich uns hierbei bieten, ausschöpfen“, teilte der Club weiter mit und spielte auf eine Strafanzeige und ein Haus- und Stadionverbot sowie einen Vereinsausschluss an. Das vorrangige Ziel sei es, schnellstmöglich den Täter zu identifizieren.