Razzia gegen mutmaßliche Terrorgruppe in Niedersachsen
Verdächtige Objekte, Spezialkräfte und Hinweise aus den USA: In Niedersachsen wird eine Gruppe junger Menschen ins Visier genommen. Was die Ermittler dabei finden – und was nicht.
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren laut Behörden Hinweise, die über das Bundeskriminalamt von einer US-Sicherheitsbehörde übermittelt wurden. (Symbolbild)Lino Mirgeler/dpa
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Ermittler sind am Morgen in Niedersachsen und Bremerhaven wegen des Verdachts einer geplanten schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegen mehrere junge Personen vorgegangen. Beamte der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg durchsuchten Objekte in Cadenberge im Landkreis Cuxhaven sowie in Bremerhaven, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilten.
Terrorverdächtige sind zwischen 17 und 22 Jahre alt
Die Maßnahmen richteten sich nach Behördenangaben gegen eine Gruppe junger Menschen mit überwiegend syrischer sowie sudanesischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 20-jähriger Serbe. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass die Gruppe eine islamistisch motivierte Gewalttat vorbereitet haben könnte.
Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Hinweise gewesen, die über das Bundeskriminalamt von einer US-Sicherheitsbehörde übermittelt worden seien, teilten die Behörden mit. In der Folge hätten die Ermittler den Verdacht weiter geprüft.
Polizei: Bisher sind keine Festnahmen erfolgt
Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei einen Säbel, Datenträger, Mobiltelefone und zwei Anscheinswaffen sicher – also Gegenstände, die echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen, aber keine echten Waffen sind.
Scharfe Schusswaffen oder Dinge, die eindeutig zur Vorbereitung eines Anschlags dienen könnten, seien nicht gefunden worden. Daher und unter Berücksichtigung vorangegangener Ermittlungen seien bisher keine Festnahmen erfolgt, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage.
Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an
Wegen einer möglichen Gefährdungslage waren Spezialkräfte im Einsatz, darunter auch Einheiten aus Bremen und Niedersachsen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert den Angaben zufolge an.