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Punktgleich ins Finale: Schneckenrennen um Bundesliga-Ticket

Elversberg, Hannover und Paderborn liefern sich ein packendes Finale um den Bundesliga-Aufstieg. Auch im Abstiegskampf bleibt es vor dem 34. Spieltag spannend.

Von Jana Glose und David Hammersen, dpa

10.05.2026

Elversberg lag gegen Düsseldorf 0:2 zur Pause zurück. Anke Waelischmiller/dpa

Elversberg lag gegen Düsseldorf 0:2 zur Pause zurück. Anke Waelischmiller/dpa

© Anke Waelischmiller/dpa

Das Schneckenrennen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Angeführt von der SV Elversberg patzten alle drei verbliebenen Anwärter der 2. Bundesliga - und gehen nun mit jeweils 59 Zählern punktgleich ins große Finale um Platz zwei hinter dem FC Schalke 04.

Elversberg verlor deutlich mit 1:3 (0:2) bei Abstiegsanwärter Fortuna Düsseldorf und ließ damit die große Chance auf eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen liegen. „Eigentor, doppelt ausgerutscht: Wir sind heute allgemein viel auf der Nase gewesen. Es war sehr rutschig. Deswegen haben wir auch verdient verloren“, sagte Elversbergs Trainer Vincent Wagner bei Sky.

Elversberg vergab den Matchball zum Aufstieg.Anke Waelischmiller/dpa

Elversberg vergab den Matchball zum Aufstieg.Anke Waelischmiller/dpa

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Trainer Wagner: „Sind verdient Zweiter“

Im Dreikampf mit Hannover 96 und dem SC Paderborn gehen die Saarländer dank des deutlich besseren Torverhältnisses dennoch mit einem Vorteil in das Saisonfinale - und damit in das Rennen um den womöglich ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte. 

Ein Heimspiel gegen Absteiger Preußen Münster am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky) sieht zudem wie eine machbare Aufgabe aus. „Das war mit das schlechteste Spiel in dieser Saison, aber wir haben ja noch eine Chance“, erklärte Elversbergs Lukas Pinckert. Trainer Wagner sagte zum Finale: „Wir sind relativ verdient Tabellenzweiter. Wenn uns vor 33 Spieltagen einer gesagt hätte, dass wir mit einem Heimsieg aufsteigen, dann wären wir alle sehr glücklich gewesen.“

Remis tut Paderborn „sauweh“

Paderborn verspielte am Freitagabend eine 1:0-Führung gegen den Karlsruher SC und kam vor heimischem Publikum nicht über ein 2:2 hinaus. Für den SCP war es bereits das vierte Spiel in Serie ohne Sieg und damit ein erneuter Rückschlag im Endspurt. „Für den Moment tut es sauweh. Aber wer weiß, was dieser Punkt noch wert ist“, sagte Paderborns Coach Ralf Kettemann - da wusste er noch nichts von den Patzern der Konkurrenz.

Paderborn unter Ralf Kettemann kam nicht über ein Remis hinaus. Anke Waelischmiller/dpa

Paderborn unter Ralf Kettemann kam nicht über ein Remis hinaus. Anke Waelischmiller/dpa

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Denn Hannover konnte die Steilvorlage nicht nutzen und kam am Samstag beim VfL Bochum nicht über ein 1:1 hinaus. Bereits in der Vorwoche hatte das Team von Christian Titz mit einem Remis gegen Münster wertvolle Punkte für den Aufstieg liegen lassen. „Es geht darum, dass wir nicht aufgeben, dass es weitergeht. Jetzt heißt es, den Kopf wieder hochnehmen“, sagte Coach Titz mit Blick auf das letzte und alles entscheidende Saisonspiel. 

Wer steigt als Zweiter nach Münster direkt ab? 

Während 96 ein Heimspiel gegen Nürnberg hat, gastiert Paderborn auswärts bei heimstarken Darmstädtern. Da die Niedersachsen ein um vier Treffer besseres Torverhältnis haben als die Ostwestfalen, hat Paderborn im Trio die wohl schlechteste Ausgangslage. Münster steht nach einem 1:1 (1:1) gegen Darmstadt 98 als erster Absteiger in die 3. Liga fest. 

Preußen Münster und Trainer Alois Schwartz stehen als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Bernd Thissen/dpa

Preußen Münster und Trainer Alois Schwartz stehen als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Bernd Thissen/dpa

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Im Tabellenkeller kommt es zeitgleich zum direkten Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth im Kampf um den Klassenerhalt. Auch Arminia Bielefeld, im Heimspiel gegen Hertha BSC gefordert, sowie die beim Zweitligameister FC Schalke 04 gastierende Eintracht Braunschweig kämpfen dann noch um den direkten Verbleib im Fußball-Unterhaus. 

Bis hin zum Relegationsplatz ist in der engen Liga am 34. Spieltag noch vieles möglich. Fürth (34 Punkte) und Bielefeld (36 Punkte) gehen mit der schlechtesten Ausgangslage in das Finale. Düsseldorf hingegen könnte mit dem Erfolg über Bundesliga-Anwärter Elversberg den entscheidenden Schritt Richtung Ligaverbleib gemacht haben.

Doch auch Hannover 96 ließ erneut Punkt für den Aufstieg liegen. David Inderlied/dpa

Doch auch Hannover 96 ließ erneut Punkt für den Aufstieg liegen. David Inderlied/dpa

© David Inderlied/dpa

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