Protesttag in Frankfurt - Tausende zu Gen-Z-Demo erwartet
9.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind für die größere von zwei Demonstrationen angemeldet, die Behörden erwarten deutlich weniger. Die Polizei ist im Großeinsatz und warnt vor Verkehrsproblemen.
Die Polizei will mit starken Kräften in der Innenstadt präsent sein. (Symbolbild)Boris Roessler/dpa
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Mit tausenden Teilnehmern und Teilnehmerinnen wird heute beim angekündigten Gen-Z-Protesttag in Frankfurt gerechnet. Angemeldet sind zwei Demonstrationen, die größere hat die Initiative „Gen Z regelt“ organisiert. Die Polizei rechnet mit einem überwiegend friedlichen Verlauf, wird aber im Großeinsatz sein.
Dass es zu Ausschreitungen wie in Frankreich kommt, davon geht auch das hessische Innenministerium nicht aus. Dennoch haben die Bilder aufgeschreckt. Am Freitag sicherten zahlreiche Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt ihre Schaufensterscheiben vorsorglich mit Holzplatten.
Initiatoren lehnen Gewalt ausdrücklich ab
Die Initiative „Gen Z regelt“ setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, fordert Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und positioniert sich gegen die Wehrpflicht. Dabei lehnen die Initiatoren Gewalt ausdrücklich ab.
Die Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von Innenminister Roman Poseck (CDU) Erkenntnisse, dass rund 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen. Es gebe „konkrete Hinweise“ darauf, dass sie die Demo unterwandern wollten. Daher bleibe die Lage „angespannt“. Die Polizei werde „stark aufgestellt sein und professionell handeln“.
Polizei: Blockaden, Schmierereien, kleinere Brandstiftungen möglich
Gefahr ausgehen könne auch von „erlebnisorientierten Jugendlichen“ ohne politische Botschaft, hatte der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller erklärt. Denkbar seien „Gruppendynamiken“, die zu Zusammenstößen mit der Polizei führen, Blockaden, Schmierereien oder auch kleinere Brandstiftungen, etwa bei Abfalleimern.
„Wir werden dafür sorgen, dass Verhältnissen wie in Frankreich nicht ansatzweise entstehen“, versprach Müller. Einsatzwagen, Wasserwerfer und Drohnen stehen laut Einsatzleitung bereit. Die Bevölkerung muss sich laut Polizei auf „maximale Verkehrsprobleme“ einstellen.
Proteste in mehr als 30 Städten bundesweit
Bundesweit sind Proteste in mehr als 30 Städten angekündigt. In Hessen sind kleinere Kundgebungen in Kassel und Eschwege angemeldet. Weitere sind laut Innenministerium bisher nicht bekannt, aber möglich.
In Frankfurt sind laut Ordnungsdezernat zwei Kundgebungen angemeldet: eine kleinere von „Generation Aufbruch“ mit 1.000 bis 2.000 und eine größere von „Gen Z regelt“ mit 9.000 angemeldeten Teilnehmern. Die Behörden rechnen allerdings insgesamt nur mit einer Teilnehmerzahl im unteren vierstelligen Bereich.
Wie ist die Route durch Frankfurt?
Die beiden Demos in Frankfurt sollen auf der gleichen Route laufen. Los geht’s um 14 Uhr an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB). Über den Mainkai führt die Route entlang des Anlagenrings zur Kurt-Schumacher-Straße und zurück an den Main.
Auch wenn heute Halloween gefeiert wird: Für die Demo gilt ein Vermummungsverbot. Pyrotechnik, Alkohol und Glasflaschen sind verboten.
Handwerker verbarrikadieren Schaufenster von Luxusgeschäften in der Innenstadt von Frankfurt.Boris Roessler/dpa
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