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Pokalheld aus der zweiten Reihe: Ljubicic nutzt neue Chance

Stammplatz-Verlust, Verletzung, Zweitliga-Abstieg: Marin Ljubicic von Union Berlin hat ein furchtbares Karriere-Jahr hinter sich. Doch kurz vor dem Saisonstart meldet sich der Kroate zurück - und wie!

Von Sebastian Stiekel, dpa

24.08.2026

Zwei Tore nach der Einwechselung: Marin Ljubicic von Union Berlin beim Pokalspiel in Braunschweig.Swen Pförtner/dpa

Zwei Tore nach der Einwechselung: Marin Ljubicic von Union Berlin beim Pokalspiel in Braunschweig.Swen Pförtner/dpa

© Swen Pförtner/dpa

Union Berlin gegen Eintracht Frankfurt: Gleich am ersten Spieltag werden die Fans am Samstag im Stadion An der alten Försterei die beiden aktuell wohl größten Baustellen der Fußball-Bundesliga zu sehen bekommen (15.30 Uhr/Sky).

Die Berliner versuchen gerade, sich mit einem neuen Trainer und einem neuen Spielsystem völlig neu zu erfinden. Für die Frankfurter könnte die am 1. September endende Transferfrist wohl gern noch etwas länger dauern. Bis zu neun Spieler sollen noch gehen. Für vorne und hinten wird weiter gesucht. Langsam aber wird die Zeit knapp.

Und so könnte die Eintracht am Ende vielleicht bei dem Modell landen, das ihr der 1. FC Union am Sonntag im DFB-Pokal-Spiel bei Eintracht Braunschweig erfolgreich vorgemacht hat: Die Lösung für einige Probleme in den hinteren Reihen des eigenen Kaders zu finden.

Zwei Tore und eine Vorlage

Es stand jedenfalls 2:1 für den Außenseiter Braunschweig, als der Berliner Trainer Mauro Lustrinelli in der 63. Minute den Stürmer Marin Ljubicic einwechselte. Eine gute halbe Stunde später hatte Union noch mit 4:2 (1:1) gewonnen und der 24-jährige Kroate dazu zwei Tore und eine Torvorlage beigesteuert.

„Hart arbeiten und auf meine Chance warten: Das tue ich. Und das hat sich heute ausgezahlt“, sagte Ljubicic. „Jetzt bin ich wieder da. Und ich möchte bleiben. Noch ist nichts entschieden. Aber es ist klar, dass ich bleiben möchte. Denn ich glaube wirklich, dass ich dem Team helfen kann - so wie heute!“

Im Februar 2025 war der frühere U21-Nationalspieler Kroatiens für 4,5 Millionen Euro vom Linzer ASK nach Berlin gewechselt. Gleich bei seinem ersten Einsatz für Union schoss er gegen Hoffenheim auch sein erstes Bundesliga-Tor. Doch danach verlor Ljubicic unter dem Trainer Steffen Baumgart Monat für Monat mehr an Bedeutung. Seine halbjährige Ausleihe an Fortuna Düsseldorf endete im vergangenen Mai mit dem völlig überraschenden Zweitliga-Abstieg. Tiefer kann eine Karriere kaum in eine Sackgasse geraten.

Neuer Trainer, neue Chance

Doch Lustrinellis Neuaufbau ist nun auch Ljubicic‘ Chance. Der Schweizer Trainer möchte die „Eisernen“ deutlich mutiger, aktiver und offensiver spielen lassen als alle Vorgänger der vergangenen Saisons. Was vor einem Jahr noch gefragt war an individuellen Qualitäten, ist eine Woche vor dem Start dieser nächsten Spielzeit möglicherweise nicht mehr viel wert.

Und so sagte der Pokalheld vom Sonntag dann auch: „Der Spielstil, das System - das ist komplett anders. Es ist für niemanden leicht, dieses System zu adaptieren. Wir müssen viel laufen und müssen gut am Ball sein. Aber wir haben heute gezeigt, was wir können.“

„Ein einwandfreier Charakter“

Der neue Trainer registrierte das sehr wohl. „Marin hat in der Woche sehr hart gearbeitet und ist dafür heute belohnt worden“, sagte Lustrinelli. „Wir wissen, dass er ein Spieler ist, der alles gibt und in der Box Tore schießen kann.“

Ein besonderes Lob für Ljubicic gab es auch vom stellvertretenden Kapitän seines Teams: „Er hat eine längere Leidenszeit hinter sich - speziell das letzte halbe Jahr, wenn du von der zweiten in die dritte Liga absteigst“, sagte Rani Khedira. „Aber der Junge ist ein einwandfreier Charakter. Selbst wenn er nicht im Kader war, hat er trotzdem weiter Vollgas gegeben und nie schlechte Stimmung ‚reingebracht. So einen Spielertyp hatten wir noch nicht im Kader. Von daher wird er uns sicher guttun.“

Berliner Jubel in Braaunschweig. Swen Pförtner/dpa

Berliner Jubel in Braaunschweig. Swen Pförtner/dpa

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Berliner Pokalheld: Marin Ljubicic vom 1. FC Union. Swen Pförtner/dpa

Berliner Pokalheld: Marin Ljubicic vom 1. FC Union. Swen Pförtner/dpa

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Union Berlins neuer Trainer Mauro Lustrinelli. Swen Pförtner/dpa

Union Berlins neuer Trainer Mauro Lustrinelli. Swen Pförtner/dpa

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