Osterpredigt: Kirche mahnt zu Frieden in schweren Zeiten
Ostern wird als Fest des Friedens gefeiert. Die katholische und evangelische Kirche in Berlin und Brandenburg weist in Zeiten mehrerer Kriege auf das Leid Tausender hin.
Christian Stäblein sprach im Berliner Dom.Christophe Gateau/dpa
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Die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche in Berlin und Brandenburg haben zum Osterfest ihren Wunsch nach Frieden in Anbetracht der aktuellen Kriege zum Ausdruck gebracht. „Ich höre in diesem Jahr in besonderer Weise, wie Jesus am Kreuz schreit. Er schreit für uns, für die vielen unerhörten und übersehenen Geschundenen dieser Welt“, schrieb der Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg, Christian Stäblein, in seiner Osterbotschaft.
„Wir stimmen in diesen Protest gegen Unrecht und Morden ein“, schrieb Stäblein weiter. „Inmitten von Kriegen und Gewalt“ sei das der Auftrag nicht nur an diesem Osterfest. „Gottes Zusage ist, dass wir Leben finden werden in einer Welt, die oft nur den Tod kennt.“
Erzbischof Heiner Koch vom Erzbistum Berlin sagte laut Predigtmanuskript: „Gerade in einer Zeit mit so viel Krieg und Elend, in einer Zeit gefüllt mit so viel Verzweiflung und Wirrsinn, in einer Zeit der Gewalt und des Terrors bekennen und hoffen wir auf den Auferstandenen, der mitten in dieser oft so furchtbaren und widersprüchlichen Welt gegenwärtig ist“. Das sei unsere Hoffnung, das könne Kraft geben, „uns für das Leben eines jeden Menschen in all seinen Lebensphasen und Lebenssituationen einzusetzen, für den Frieden in der Welt“.