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Opel-Mutter Stellantis mit leichtem Absatzrückgang

Stellantis verkaufte im dritten Quartal etwas weniger Fahrzeuge als vor einem Jahr. Europas stärkerer Absatz reichte nicht, um die Rückgänge in anderen Regionen auszugleichen – woran das lag.

Von dpa

13.10.2026

Stellantis setzt in den USA wieder verstärkt auf Verbrennerantriebe bei den großen SUVs und Pickups. (Archivbild)Carlos Osorio/AP/dpa

Stellantis setzt in den USA wieder verstärkt auf Verbrennerantriebe bei den großen SUVs und Pickups. (Archivbild)Carlos Osorio/AP/dpa

© Carlos Osorio/AP/dpa

Der Autokonzern Stellantis hat im dritten Quartal etwas weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz ging um ein Prozent auf knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge zurück, wie die Opel-Mutter in Amsterdam auf Basis vorläufiger Schätzungen mitteilte. 

Eine höhere Nachfrage vor allem nach Elektrofahrzeugen in Europa konnte Rückgänge in Nordamerika und in der Region Naher Osten & Afrika nicht wettmachen. Während es im nach Stückzahlen größten Markt Europa um 10 Prozent nach oben ging, schrumpfte die Nachfrage in Nordamerika vor allem wegen geplanter Produktionsunterbrechungen im Sommer um 12 Prozent.

Am Opel-Stammsitz wird für die kommenden zwei Wochen die Produktion des Kompaktmodells Astra unterbrochen. Grund seien geplante Umbauarbeiten und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen, bestätigte eine Sprecherin mehrere Medienberichte. Zur Absatzsteigerung in Europa habe man aber beigetragen. 

Konzernchef setzt in den USA verstärkt auf Verbrennerantriebe 

Der Konzern mit italienischen, französischen und amerikanischen Wurzeln (unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler) war auf seinem lukrativsten Markt USA in den vergangenen Jahren in schwere Bedrängnis geraten. Neben hausgemachten Problemen von zu hoher Produktion und Preisverfall belastete die politische Kehrtwende unter US-Präsident Donald Trump bei Elektroautos den Anbieter, der vor allem wegen hoher Abschreibungen im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 22,3 Milliarden Euro erlitt.

Der neue Chef Antonio Filosa setzt in den USA nun wieder verstärkt auf Verbrennerantriebe bei den großen SUVs und Pickups von Marken wie Ram und Jeep. Überhaupt konzentriert er fortan die meisten Investitionen auf die Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. Die Europasparte des VW-Rivalen soll insgesamt schrumpfen; die Produktionskapazitäten werden gekürzt.