Neue Norderney-Fährlinie meldet Insolvenz an
Flexibler nach Norderney reisen - mit diesem Slogan hat die Reederei Meine Fähre 2024 eine neue Fährverbindung an den Start gebracht. Das Unternehmen ist nun in Schwierigkeiten.
Autos fahren von dem Schiff „Meine Fähre 1“ der Reederei Meine Fähre.Volker Bartels/dpa
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Die Reederei Meine Fähre, die Fährverbindungen zwischen der Insel Norderney und Norddeich anbietet, ist in finanzielle Schieflage geraten. „Wir haben heute Morgen einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt“, bestätigte eine Sprecherin der Reederei am Donnerstag einen Bericht der „Ostfriesen-Zeitung“. Der Antrag wurde am Amtsgericht Aurich gestellt.
Zu den Hintergründen wollte sich die Reederei nicht äußern. Derzeit laufe der Fährbetrieb weiter, sagte die Sprecherin. Sie hoffe, dass es eine Lösung gebe, die Fährverbindung beizubehalten. Die täglichen Verbindungen sind weiter buchbar.
Erst im Herbst 2024 hatte die Reederei mit der „Meine Fähre 1“, auf der auch Autos transportiert werden können, die neue Fährlinie aufgenommen. Bis dahin hatte allein die in Norddeich (Landkreis Aurich) ansässige Reederei Norden Frisia mit großen Passagier- und Autofähren Reisende von und zu der ostfriesischen Insel gebracht. Eigentlich war geplant, in diesem Jahr mit einer zweiten, kleineren Personenfähre den Fährbetrieb zu erweitern.
Hinter der 2022 gegründeten Reederei Meine Fähre mit Sitz auf Norderney stehen mehrere Gesellschafter, darunter Hoteliers und eine Stiftung. Für die erste Fähre, die auf einer Werft im niederländischen Groningen gebaut wurde, investierten die Gesellschafter nach eigenen Angaben eine niedrige Millionensumme. Konkrete Zahlen zu beförderten Passagieren, Auslastung und Wirtschaftlichkeit nannte die Reederei nicht.