Müller: Es wird keine CDU-Überläufer zur AfD geben
Das Ziel einer Alleinregierung hat die AfD trotz ihres triumphalen Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt verpasst. Hilfe der CDU gebe es nicht, sagt der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller.
Von seiner Partei gebe es keine Hilfe für die AfD in Sachsen-Anhalt, sagt CDU-Bundestagsabgeordneter Sepp Müller.Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sepp Müller, sieht keine Gefahr, dass CDU-Politiker der AfD in Sachsen-Anhalt zu einer Regierungsmehrheit verhelfen könnten. Dafür habe CDU-Landeschef Sven Schulze gesorgt. Auf die Frage, ob es Überläufer aus seiner Partei geben könnte, sagte Müller im Interview von RTL/ntv: „Ich gehe fest davon aus, dass er (Schulze) die Hand dafür ins Feuer legen kann, dass diese Frage, die Sie stellen, mit Nein beantwortet wird.“
Spekulationen über eine AfD-Unterstützung durch einzelne CDU-Vertreter halten sich seit Monaten. Einige AfD-Politiker hatten erzählt, es gebe Gespräche mit CDU-Landtagsabgeordneten, ob sie sich einen Wechsel zur AfD vorstellen könnten. Belege dafür gibt es nicht.
Wie will Müller weitermachen?
„Wir stehen hinter den Grundsatzbeschlüssen unserer Partei“, betonte Müller, der neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden will. Wenn es Überläufer geben sollte, „dann haben wir als CDU Deutschland ein ganz anderes Problem als in der geheimen Abstimmung jemanden gewählt zu haben.“
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit aber verpasst. Die Partei wird in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die CDU kam mit herben Verlusten auf Platz zwei. Bei einer Neuwahl des Landesvorstands im Herbst will Schulze nicht wieder für den Vorsitz kandidieren.
„Für uns ist klar: Wir sind abgewählt“, sagte Müller. Seine Partei habe bei der Wahl so schlecht abgeschnitten, weil Glaubwürdigkeit verloren gegangen sei. Diese müsse zurückgewonnen werden. „Glaubwürdigkeit beginnt dort, wo Prinzipientreue losgeht, und ein Prinzip habe ich: weder mit rechts noch mit links.“