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Minister Schuster sieht Dynamo-Sieg und lobt „Klartextmodus“

Im ersten Heimspiel von Dynamo nach den Krawallen bleibt es 90 Minuten friedlich. Davon macht sich auch Sachsens Innenminister Schuster persönlich ein Bild. Er sprach von einem „neuen Level“.

Von Frank Kastner, dpa

19.04.2026

Stephan Zimmermann (l), Dynamos Geschäftsführer Finanzen, und Armin Schuster (CDU), Innenminister in Sachsen, verfolgen den Sieg gegen Bochum. Robert Michael/dpa

Stephan Zimmermann (l), Dynamos Geschäftsführer Finanzen, und Armin Schuster (CDU), Innenminister in Sachsen, verfolgen den Sieg gegen Bochum. Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Kein Pyro, keine Vorkommnisse, dafür eine gewaltige Fanunterstützung beim Heimsieg der Dresdner gegen den VfL Bochum. Die Ultras von Dynamo zeigten sich beim 2:0 von ihrer besten Seite. Das registrierte auch Sachsens Innenminister Armin Schuster, der sich persönlich ein Bild im mit 30.616 Zuschauern prall gefüllten Rudolf-Harbig-Stadion machte. „Solange wir alle im Klartextmodus bleiben, kann ein Momentum entstehen, aus dem heraus Fußball und Sicherheit besser zusammenfinden und Polizeieinsätze Schritt für Schritt runtergefahren werden können“, sagte Schuster der Deutschen Presse-Agentur. 

Der CDU-Politiker stellte aber auch klar, „diese Entwicklung werden wir nur erreichen, wenn alle Partner auf einem neuen Level miteinander agieren, das gilt ausdrücklich auch für die Ultraszene“. Inmitten der Aufarbeitung der Krawalle beim Heimspiel zuletzt gegen Hertha BSC nutzte Schuster die Gelegenheit, um mit Vereinsführung, Polizei, Sicherheitsfirma des Stadions und auch der Stadt Dresden Gespräche zu führen. 

Im Rudolf-Harbig-Stadion wurden schon erste Details des neuen Sicherheitskonzeptes umgesetzt. Eine Plane und ein Netz wurden vor dem Gästeblock im Sitzbereich installiert.Robert Michael/dpa

Im Rudolf-Harbig-Stadion wurden schon erste Details des neuen Sicherheitskonzeptes umgesetzt. Eine Plane und ein Netz wurden vor dem Gästeblock im Sitzbereich installiert.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Das harte Durchgreifen mit angedrohten Stadionverboten scheint zu wirken. Auch vom überarbeiteten Sicherheitskonzept im Stadion waren schon einige Sachen umgesetzt worden. So wurde der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks mit Netzen abgesperrt, um ein Überklettern der Bande zu verhindern. Auch der Pufferbereich rund um den Gästeblock zum Heimbereich wurde verstärkt abgesichert.

Vorsprung vor Abstiegsplätzen bleibt bestehen

Sportlich machte Dynamo einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib.  Jason Ceka (5. Minute) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, nach dem Wechsel erhöhte Vincent Vermeij (59.). Vor allem das zu Null freute Dynamo-Trainer Thomas Stamm. „Jetzt müssen wir Selbstvertrauen mitnehmen, gut nachbereiten. Heute noch genießen, dann schnell abschütteln“, sagte der Coach, der vor dem Anpfiff noch ein Torwartproblem hatte. 

Vierter Torwart sichert Zu-Null-Spiel 

Mit Tim Schreiber (Muskelprobleme) fiel schon der dritte Keeper aus. „Wir haben das gestern Abend so entschieden, weil wir Vertrauen in Daniel haben, ins ganze Torwartteam, und weil die nächsten Wochen zu wichtig sind“, sagte Stamm. Auf den vierten Keeper Daniel Mesenhöler war Verlass. Daran hatte Stamm keinen Zweifel, immerhin spielte der 30 Jahre alte Mesenhöler einst bei Union und dem MSV Duisburg im Unterhaus. 

Im Saisonendspurt kommen auf Dynamo fast nur noch Duelle mit direkten Abstiegskonkurrenten zu. Der Tabellen-Elfte muss schon an diesem Freitag (18.30 Uhr) bei der angeschlagenen Fortuna in Düsseldorf antreten. Da sich die Kellerkinder untereinander die Punkte wegnehmen, könnte dann ein Heimsieg am 2. Mai gegen Kaiserslautern schon zum Ligaverbleib reichen. Notfalls wird alles eine Woche später am vorletzten Spieltag bei Eintracht Braunschweig perfekt gemacht, ehe es im Saisonfinale daheim gegen Kiel geht.

Jason Ceka von Dynamo Dresden erzielte gegen Bochum den 1:0-Führungstreffer. Robert Michael/dpa

Jason Ceka von Dynamo Dresden erzielte gegen Bochum den 1:0-Führungstreffer. Robert Michael/dpa

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Die Fans von Dynamo Dresden zeigen im K-Block eine Choreographie.Robert Michael/dpa

Die Fans von Dynamo Dresden zeigen im K-Block eine Choreographie.Robert Michael/dpa

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