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Milchprodukte könnten 2027 teurer werden

Die Milchpreise sind auf einem Fünfjahrestief, während die Kosten für die Erzeuger steigen. Was das für die Verbraucher bedeutet.

Von dpa

23.10.2026

Kosten für Logistik, Energie oder Verpackung belasten die Milchindustrie. Hinzu kommt die Dürreperiode im Sommer. (Symbolbild)Daniel Vogl/dpa

Kosten für Logistik, Energie oder Verpackung belasten die Milchindustrie. Hinzu kommt die Dürreperiode im Sommer. (Symbolbild)Daniel Vogl/dpa

© Daniel Vogl/dpa

Milchprodukte könnten im kommenden Jahr nach Branchenangaben teurer werden. 2026 sei bisher ein durchwachsenes Milchjahr gewesen, teilte der deutsche Milchindustrieverband (MIV) auf seiner Jahrestagung in Dresden mit. Ob es tatsächlich zu Preiserhöhungen kommt, werden demnach Verhandlungen mit dem Einzelhandel zeigen. 

Nachdem Landwirte 2025 für Milch mit über 52 Cent den zweithöchsten Milchpreis jemals erzielen konnten, folgte dieses Jahr ein Fünfjahrestief beim Preis, wie der MIV-Vorsitzende, Detlef Latka, sagte. Regional hat der Milchpreis den Angaben zufolge nur noch bei 30 Cent für die Landwirte gelegen. 

Erzeuger hätten zeitweise zu viel Milch geliefert, was den Preis gedrückt habe. Gleichzeitig seien für Bauern und Molkereien die Kosten für Logistik, Energie oder Verpackung gestiegen. Dadurch seien höhere Preise nötig. Außerdem seien Landwirte durch die Dürreperiode im Sommer zusätzlich belastet. In einigen Regionen sei es zu vermehrten Kuhschlachtungen gekommen.

Hohe Nachfrage bei Proteinprodukten

Der Absatz von Milch und Milchprodukten laufe sowohl in Deutschland als auch international dennoch gut. Größere Absatzmengen habe es zum Beispiel beim Speisequark oder beim Käse in Deutschland gegeben, sagte Latka. Vor allem proteinreiche Milchprodukte liefen in Deutschland gut. Dieser Trend sei schon seit längerer Zeit zu beobachten.

Zahl der Milchbauern sinkt weiter

Während die Zahl der Kühe in Deutschland mit rund 3,6 Millionen im Vergleich zum Vorjahr den Angaben zufolge stabil geblieben ist, sank die Zahl der Milcherzeuger weiter. So habe es im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahr rund 1.500 Milchbauern weniger gegeben.