Messerangriff auf der Wache – mehrere Verletzte
Augenreizungen, eine beschädigte Tür und ein Haftbefehl außer Kraft: Wie ein nächtlicher Streit auf der Wache aus dem Ruder läuft.
Polizisten wehrten sich mit Pfefferspray, dabei wurden mehrere Menschen verletzt. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa
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Ein Mann soll einen Polizisten auf der Wache in Bersenbrück (Landkreis Osnabrück) mit einem Messer angegriffen haben. Der Beamte blieb körperlich unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Der mutmaßliche Angreifer und mehrere Polizisten erlitten Augenreizungen durch Pfefferspray.
Verfolgung durchs Polizeigebäude
Der 20-Jährige erschien in der Nacht auf Samstag mit einer Frau bei der Polizei, um eine Straftat anzuzeigen. Nach Angaben der Beamten war er betrunken und wurde immer aufbrausender. Als die Frau schließlich erklärte, keine Anzeige erstatten zu wollen, soll er auf sie losgegangen sein.
Der Polizist schritt ein und drängte den Mann zur Seite. Daraufhin soll der 20-Jährige ein Messer aus seiner Jackentasche gezogen und mehrfach Stichbewegungen in Richtung des Beamten ausgeführt haben. Der Polizist wich zurück, doch der Mann soll ihm mit dem Messer gefolgt sein.
Der Beamte drohte, seine Waffe zu zücken. Davon soll sich der 20-Jährige nicht beeindruckt haben lassen. Bei der Verfolgung des Polizisten soll er unter anderem die Scheibe einer Tür beschädigt haben. Weitere Beamte eilten zu Hilfe, setzten Pfefferspray ein und brachten den Mann zu Boden.
Welche Konsequenzen die Tat hat
Das Pfefferspray sorgte für Augenreizungen bei dem 20-Jährigen und bei mehreren Polizisten. Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten.
Die Staatsanwaltschaft wertete die Tat als versuchte gefährliche Körperverletzung und beantragte Haftbefehl. Doch das Amtsgericht Osnabrück kam zu einer anderen Einschätzung und ließ den mutmaßlichen Angreifer gegen Auflagen gehen.