Liebich in Frauengefängnis in Chemnitz gebracht
Am Morgen wurde Liebich an der deutsch-tschechischen Grenze übergeben, jetzt ist die Rechtsextremistin im Frauengefängnis von Chemnitz. Dort soll nun eine grundlegende Entscheidung getroffen werden.
Liebich war im Juli 2023 in Deutschland zu einer Haftstrafe verurteilt worden. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa
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Neonazi Marla Svenja Liebich ist von deutschen Beamten in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht worden. Liebich habe „voll kooperiert“, es sei bei der Ankunft zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Dennis Cernota von der Staatsanwaltschaft Halle der Deutschen Presse-Agentur. Die Anstaltsleitung des Gefängnisses in Sachsen muss nun entscheiden, ob Liebich dort einsitzt oder in eine andere Anstalt gebracht wird.
Die tschechische Polizei hatte am Vormittag auf der Plattform X über die Auslieferung von Liebich informiert. Ursprünglich sollte die verurteilte Rechtsextremistin die Haft in der JVA Chemnitz schon Ende August 2025 angetreten, war jedoch geflohen und wurde erst im April dieses Jahres in Tschechien gefasst.
Eskorta s německou extremistkou, která ráno opustila litoměřickou vazební věznici, právě překročila státní hranice a v příštích minutách bude uprchlice formálně předána německým kolegům. 🇨🇿👮🤝🇩🇪👮 #policiepp https://t.co/hvcFvsm5u4 pic.twitter.com/E6iNU5iAbi
— Policie ČR (@PolicieCZ) July 15, 2026
Daraufhin war Liebich ins tschechische Pilsen (Plzen) gebracht worden. Das Gericht in der Stadt im Westen Tschechiens hatte dann Anfang Juni entschieden, dass Liebich an die deutschen Behörden übergeben werden soll. Später hatte das Oberlandesgericht in Prag Beschwerden der 55-Jährigen gegen die Auslieferung abgewiesen. Sie seien nicht begründet gewesen, hieß es.
Über die Unterbringung in Deutschland muss die Anstaltsleitung in Chemnitz entscheiden. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa
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