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Kummer: Thüringen unabhängiger von Rohstoffimporten machen

Nachhaltiger wirtschaften: Thüringen will sich von Rohstoff- und Energieimporten unabhängiger machen und Ressourcen schonen. Wie das gehen kann, ist Thema einer Konferenz in der Nähe von Erfurt.

Von dpa

29.10.2026

Thüringens Landesregierung arbeitet an einer eigenen Rohstoffstrategie. (Archivbild) Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Thüringens Landesregierung arbeitet an einer eigenen Rohstoffstrategie. (Archivbild) Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

© Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Thüringen will sich mit einer eigenen Rohstoff-Strategie unabhängiger von Importen machen und Ressourcen schonen. Es gehe um eine nachhaltige Rohstoffgewinnung, mehr Recycling und den Ersatz bestimmter Rohstoffe wie Gips, deren Abbaumöglichkeiten begrenzt seien, teilte das Umweltministerium anlässlich der Thüringer Nachhaltigkeitsforums in Neudietendorf bei Erfurt mit. Die Rohstoff-Strategie, bei der es angesichts internationaler Krisen auch um Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gehe, solle 2027 vorliegen. 

Thüringen gilt als relativ reich an mineralischen Rohstoffen, insbesondere an Steinen und Erden, Salzen und Industriemineralien. Abgebaut werden in größerem Stil vor allem Kies, Kali- und Steinsalz sowie Gips. Der Gipsabbau im Harzvorland bei Nordhausen steht seit Jahren in der Kritik vor allem von Umwelt- und Naturschutzverbänden. 

Abfall verringern, Material recyceln 

„Ressourcenbewusste, effiziente und CO2-freie Technologien sichern langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Umweltminister Tilo Kummer (Thüringen.Gerecht). Das sei die Voraussetzung, dass Unternehmen investieren und Wachstum schaffen könnten. Die Landesregierung wolle dafür die Bedingungen verbessern - auch mit einem neuen Energiegesetz, das in Arbeit sei. 

Als weiteres Ziel nannte das Ministerium den Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Kleine und mittlere Betriebe würden bei Projekten mit staatlichen Investitionshilfen unterstützt. Aus einem Förderprogramm des Landes würden noch bis zum Jahr 2029 Mittel zur Verfügung stehen, beispielsweise für Projekte, mit denen Abfall verringert, Materialien wiederverwendet oder Brauchwasser aufbereitet werden können. Bis zu 60 Prozent der Investitionen könnten über die Förderung finanziert werden. 

Beim Nachhaltigkeitsforum geht es unter anderem um den zukunftsfähigen Ausbau von kommunalen Gewerbegebieten und den Einsatz erneuerbarer Energien. Zudem werden Beispiele für die Zusammenarbeit von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen vorgestellt - wie beim Thüringer Wasser-Innovationscluster.

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