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Erste Festnahme nach Magdeburg-Krawallen

Mit Gehwegplatten und Gullydeckeln gegen die Polizei: Nach den Krawallen in Magdeburg sitzt ein 29-Jähriger in U-Haft. Er wird des versuchten Mordes verdächtigt.

Von dpa

28.01.2026

Der Verdächtige wurde am Abend einem Haftrichter vorgeführt.Thomas Schulz/TNN/dpa/dpa

Der Verdächtige wurde am Abend einem Haftrichter vorgeführt.Thomas Schulz/TNN/dpa/dpa

© Thomas Schulz/TNN/dpa/dpa

Nach den schweren Ausschreitungen beim vergangenen Heimspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg hat die Polizei einen 29-Jährigen festgenommen. Der Mann aus Aschersleben soll einen Polizisten mit einer Steinplatte angegriffen und verletzt haben, wie die Polizei mitteilte. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Nach seiner Festnahme wurde der mutmaßliche Randalierer am Abend einem Haftrichter am Amtsgericht Magdeburg vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Er wird in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

70 Polizisten bei Krawallen verletzt

Beim Spiel gegen Dynamo Dresden war es am vergangenen Samstag zu einer Gewalteskalation nahe dem Block der Heimfans gekommen. 70 Polizisten wurden dabei verletzt. Sie wurden unter anderem mit Steinen, Absperrgittern, Mülltonnen, Stühlen, Toiletten, Gehwegplatten und einem Gullydeckel beworfen. Die Polizei ermittelt in zwei weiteren Fällen wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden war es am Samstagabend zu massiven Ausschreitungen gekommen. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

Beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden war es am Samstagabend zu massiven Ausschreitungen gekommen. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

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Vor dem Spiel gegen Hannover 96 am Freitag (18.30 Uhr/Sky) schweigt der Verein weiter zu möglichen Konsequenzen. Man sei noch in der Aufarbeitung der Vorkommnisse. Auch zu möglichen Änderungen zum Sicherheitskonzept äußerte sich der Verein nicht.

Der Verein schweigt nach den Ausschreitungen beim letzten Heimspiel weiter zu möglichen Konsequenzen. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Der Verein schweigt nach den Ausschreitungen beim letzten Heimspiel weiter zu möglichen Konsequenzen. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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