Kimmich macht DFB-Ansage: „Weiß wie Geschäft funktioniert“
Um Joshua Kimmich und dessen Rolle in der Nationalmannschaft gab es zuletzt einige Debatten. Nun äußert sich der Routinier erstmals selbst - und wird deutlich.
Über ihn gab es zuletzt eine DFB-Debatte: Kapitän Kimmich. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa
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In der Debatte über seine Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Kapitän Joshua Kimmich seine Ansprüche unterstrichen. „Ich bin jetzt elf Jahre dabei, ich weiß, wie das Geschäft läuft“, sagte der Profi des FC Bayern nach dem 2:2 in Augsburg angesprochen auf die vergangenen Tage.
Da hatte etwa Ex-Nationalspieler Oliver Kahn gesagt, dass Kimmich nicht mehr automatisch einen Stammplatz im DFB-Team habe. Lothar Matthäus meinte, dass sich Kimmich als Anführer nun beweisen müsse.
„Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt ja trotzdem mit, dass ein bisschen was los war“, bemerkte Kimmich. „Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist auf meine Leistung. Das mache ich, das habe ich die letzten elf Jahre gemacht, das werde ich weiterhin so machen.“
Kimmich optimistisch - Eberl deutlich
Der Mittelfeldspieler sieht sich absolut noch als Leistungsträger im Team von Bundestrainer Jürgen Klopp. „Am Ende spielen immer die Besten, und die letzten zehn Jahre ist es mir ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören. Und das ist mein Ziel, dafür arbeite ich jeden Tag. Und dann werde ich dafür sorgen, dass ich alle drei Tage wieder meine Leistung bringe.“
Bayerns Sportvorstand Max Eberl sprang dem Spieler bei. „Ich habe verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich infrage gestellt wurden, und das finde ich absolut absurd. Das ist ein Leader, der vorneweg geht“, sagte Eberl. Kimmich habe zwar bei seinen bisherigen Turnieren wenig Erfolg gehabt. „Aber Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler, und wir sollten froh sein, dass wir so einen Spieler in unseren Reihen haben.“
Bayern-Kollegen überzeugen in DFB-Team-auf Kimmichs Position
Kimmich hatte in der jüngsten Länderspielphase die ersten Partien in den Niederlanden (1:1) und gegen Griechenland (0:1) bestritten. Dann musste er wie die meisten anderen das Team verlassen, um dem zweiten Block für die Matches gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) Platz zu machen.
Der 31-Jährige wäre gern auch in der zweiten Phase dabei gewesen, wie er Klopp mehrmals gesagt habe. Doch der Trainer setzte dann auf Kimmichs Bayern-Kollegen Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof, die gute Auftritte zeigten.
Wunsch nach mehr Klopp-Rückendeckung? „Nein, überhaupt nicht“
Auf die Frage, ob er sich in der Debatte mehr Rückendeckung von Klopp gewünscht habe, antwortete Kimmich: „Nein, überhaupt nicht. Er hat dann auch beschrieben, wie es war.“ Er habe gehofft, durch die Verletzung von Jamal Musiala doch noch länger beim DFB-Team bleiben zu dürfen. „Aber der Trainer hat das ja von Anfang an ganz klar kommuniziert, hat auch die Hintergründe kommuniziert. Dementsprechend war es für mich auch okay und alles klar.“