Kieler Heimdebakel gegen den VfL Gummersbach
Der THW Kiel kassiert gegen Gummersbach eine überraschende Heimniederlage – der erste Auswärtssieg des VfL in Kiel seit 2006. Was das für den Kampf um die Champions League bedeutet.
Kiels Domagoj Duvnjak wirft auf das Tor.Michael Hundt/dpa
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Handball-Rekordmeister THW Kiel hat im Kampf um einen Platz in der Champions League eine herbe Heimpleite kassiert. Das Team von Trainer Filip Jicha unterlag dem VfL Gummersbach mit 26:34 (15:14). Es war der erste VfL-Sieg in Kiel seit September 2006. Mit 34:12 Punkten fielen die Gastgeber auf Platz fünf zurück. Beste Werfer waren Lukas Zerbe mit fünf Toren für den THW und Ellidi Vidarsson mit neun Treffern für die Gäste.
Nach einem guten Start und einer 5:2-Führung (5. Minute) bekamen die Gäste zunehmend Probleme mit der THW-Abwehr. So holten die Kieler Tor um Tor auf und gingen durch den verwandelten Siebenmeter von Zerbe beim 9:8 (20.) erstmals in Führung.
Im zweiten Abschnitt verlor der THW aber vollkommen den Faden. Nationalspieler Miro Schluroff krönte mit einem Wurf ins leere THW-Tor einen Gummersbacher 7:0-Lauf zum 25:18 (45.). Da auch der Gummersbacher Dominik Kuzmanovic mit 20 Paraden eine starke Leistung zeigte, war die Partie früh entscheiden.
Urgestein Dahmke verlängert bis 2028 beim THW
So gab es nur vor dem Spiel Jubel bei den Kieler Fans. Über den Videowürfel wurde die Nachricht verbreitet, dass Linksaußen Rune Dahmke seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 verlängert hat. „Einen wie Rune möchte man als Trainer immer in seinem Team haben“, sagte THW-Coch Jicha über den 32-Jährigen: „Er zeigt Einsatz, Wille und Durchhaltevermögen. Er hat den Ehrgeiz, sich immer weiterzuentwickeln und immer das zu tun, was für den Erfolg der Mannschaft wichtig ist.“ Der gebürtige Kieler Dahmke spielt seit der Jugend für die „Zebras“. Seinen ersten Profivertrag unterschrieb der 102-fache Nationalspieler im Jahr 2014.
Der Gummersbacher Ellidi Vidarsson jubelt über einen VfL-Treffer.Michael Hundt/dpa
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