dpa

Karneval im Kanzleramt: „Moment zum Durchatmen“

Zwei Wochen vor Karneval reisen auch dieses Jahr wieder Narren-Delegationen nach Berlin zum Empfang ins Kanzleramt. Der Hausherr erinnert bei seiner Begrüßung an sein Geburtsdatum.

Von dpa

03.02.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz (M, CDU) begrüßt im Kanzleramt rund 140 Karnevalisten aus dem Land zum jährlichen Karnevalsempfang. Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (M, CDU) begrüßt im Kanzleramt rund 140 Karnevalisten aus dem Land zum jährlichen Karnevalsempfang. Kay Nietfeld/dpa

© Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Kanzleramt in Berlin rund 140 Närrinnen und Narren zum traditionellen Karnevalsempfang begrüßt. Neben dem Bund Deutscher Karneval waren Delegationen aus allen Bundesländern außer Hamburg vertreten. Der Stadtstaat habe bereits in den Vorjahren keine Delegation entsandt, hieß es vom Kanzleramt. 

„Mensch, ginge es doch hier immer so fröhlich zu“, sagte Merz scherzhaft an die Narren gerichtet. Er begrüßte sie mit leichter Verspätung um 11.12 Uhr in der Regierungszentrale - geplant war 11.11 Uhr - und dankte ihnen in einer kurzen Ansprache für die Arbeit in den Karnevalsvereinen. 

„Es ist ein Stück deutscher Kultur, was Sie pflegen“, sagte er. Der CDU-Politiker verwies auf seine Verbindungen zum Karneval und erwähnte dabei auch seinen Geburtstag, den 11. November. Am 11.11. um 11.11 Uhr wird traditionell die sogenannte fünfte Jahreszeit eingeläutet. 

Karnevalspräsident: Einfach Mensch sein

Der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, Klaus-Ludwig Fess, drückte die Hoffnung aus, mit dem Besuch vielleicht „für einen kleinen Moment, eine Pause zu schenken, eine Pause von Sorgen, Schlagzeilen und Terminen, einen Moment zum Lachen, zum Durchatmen und einfach zum Mensch sein.“

Gerade in Zeiten von Kriegen, Krisen und Unsicherheiten sei das ehrenamtliche Engagement in den Karnevalsvereinen wichtiger denn je, „denn unsere Vereine sind Orte des Miteinanders, der Vielfalt und vor allem der Toleranz. Hier wird Demokratie gelebt“, sagte Fess.

Karte