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Grüne wollen zu Alltagshelfern werden

Mit Postkarten, QR-Codes und Gesprächen an der Haustür suchen die Grünen nach 100 Ideen für den Alltag. Auch über den Wahlkampf hinaus will die Partei Präsenz zeigen.

Von dpa

03.02.2026

Grünen-Landeschefin Greta Garlichs sieht die Demokratie vor einer Zerreißprobe.Julian Stratenschulte/dpa

Grünen-Landeschefin Greta Garlichs sieht die Demokratie vor einer Zerreißprobe.Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Die Grünen wollen vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen mit einem neuen Politikstil punkten. Neben einer „Zuhörkampagne“ an Haustüren und Marktplätzen will die Partei auch Alltagshilfen wie Fahrradreparaturen oder Tech-Beratung anbieten, und das über die Wahlkämpfe hinaus, wie die Landesvorsitzenden Greta Garlichs und Max Strautmann in Hannover ankündigten.

Die Demokratie stehe vor einer Zerreißprobe, weil die Menschen nicht mehr erlebten, dass die Politik ihre Anliegen ernst nehme und für echte Verbesserungen kämpfe, sagte Garlichs. „Diese Wut, die daraus auch entstanden ist, die greifen Rechtsautoritäre gerade aktuell wirklich hervorragend auf. Wir sehen das als eine Aufgabe für alle demokratischen Parteien, jetzt auch grundlegend unseren Politikstil zu ändern.“

Vorschläge an die Grünen können per Postkarte oder online übermittelt werden.Julian Stratenschulte/dpa

Vorschläge an die Grünen können per Postkarte oder online übermittelt werden.Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Das bisherige Auftreten, auch der Grünen, reiche nicht mehr aus. „Wir müssen uns auch neu erfinden, neue Wege der Ansprache finden“, sagte Garlichs.

Das Ziel der Partei ist es, unabhängig vom Wohnort, der Herkunft oder dem Bildungsstand mit Menschen ins Gespräch zu kommen und so 100 Ideen zu Themen zu sammeln, die den Alltag prägen. Dafür verteilen die Grünen Postkarten und Flyer mit QR-Code, über die Interessierte ihre Vorschläge einreichen können.

In Niedersachsen finden am 13. September die Kommunalwahlen statt. Eine Prozentmarke als Ziel für diese Wahlen wollte Garlichs noch nicht ausgeben.

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