Thüringer Gasspeicher zu rund 37 Prozent gefüllt
Thüringens Gasspeicher sind aktuell besser gefüllt als im Bundesschnitt. Künftig soll ein Teil davon für grünen Wasserstoff genutzt werden.
Rund 37 Prozent: Der Füllstand der Thüringer Erdgasspeicher liegt über dem Bundesdurchschnitt. (Archivbild) Martin Schutt/dpa
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Thüringens Erdgasspeicher sind aktuell zu rund 37 Prozent gefüllt. Die benachbarten unterirdischen Gasspeicher in Allmenhausen (Kyffhäuserkreis) und Kirchheilingen (Unstrut-Hainich-Kreis) beherbergen aktuell rund 333.000 Megawattstunden Energie, teilt die Thüringer Energiespeichergesellschaft (TEP) mit. Zuvor hatte die „Thüringer Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Damit stehen die Erdgasreserven in Thüringen etwas besser da als im Bundesdurchschnitt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag der Füllstand Ende Januar bei 35 Prozent und damit deutlich unter den Vorjahren.
Der Füllstand der Thüringer Speicher war den Daten des Betreibers zufolge am 20. November bei 100 Prozent. „Wir fahren unseren Speicher marktwirtschaftlich, um Spitzen abzufedern“, sagte Martin Schreiber, Sprecher der Muttergesellschaft Thüringer Energie AG (Teag), der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Handel und Preispoker mit den Gasreserven seien demnach ausgeschlossen. Die Speicher werden jedes Jahr von April bis Oktober gefüllt, um mit Beginn der Heizsaison zu einhundert Prozent verfügbar zu sein, so Schreiber. Die Teag beziehe ihr Erdgas von „sieben bis acht Lieferanten“. Um den diskriminierungsfreien Zugang zu gewährleisten, steht es aber auch anderen Versorgern offen, Gas von der TEP zu beziehen.
Bei den Speichern in Kirchheilingen und Allmenhausen handelt es sich um frühere natürliche Gasvorkommen. „Wenn da das Gas raus ist, können sie auch wieder welches reinmachen“, erklärt Unternehmenssprecher Schreiber. In Schichten aus Sandstein in rund 400 bis 500 Metern Tiefe wird das Erdgas demnach gespeichert. Es handle sich bei den benachbarten Speicheranlagen im Kyffhäuserkreis und Unstrut-Hainich-Kreis um dieselbe geologische Struktur, nur in verschiedenen Tiefen. Der Speicher in Kirchheilingen soll zusammen mit bestehenden Erdgasleitungen im Zuge des TH2Eco-Projekts für die Speicherung und den Transport von grünem Wasserstoff aus erneuerbarer Energie umgerüstet werden.